Großes Reinemachen in Krailling: Ein Straßenkehrfahrzeug säubert auch die Gehwegsrillen vor dem Kraillinger Rathaus. Foto: sauer

Frühjahrsputz fürs Straßennetz: Splitt-Entsorgung stellt Gemeinden vor hohe Kosten

Würmtal - Mit unliebsamen Überresten hat sich der Winter zumindest vorerst verabschiedet: Dicke Schichten Splitt kleben auf den Straßenbelägen. Nun werden die Gemeinden aktiv: Sie lassen zurzeit im Würmtal Frühjahrskehrungen durchführen - für die Kommunen eine teure Angelegenheit.

Durch Planegg, wo im Winter sowohl gesalzen als auch gesplittet wurde, sind die Kehrmaschinen einer Münchner Entsorgungsfirma bereits gefegt. „Es lag jede Menge Dreck, Staub und Laub auf der Straße“, sagt Martina Dorn vom Planegger Bauamt. „Das ganze Kehrgut wird jetzt erst im Wertstoffhof zwischengelagert, dann abgeholt und in der Regel als Sondermüll entsorgt.“

Blätter, Staub und Unrat sollen heute und am morgigen Donnerstag von Neurieds Straßen entfernt werden. „Das kostet viel Geld“, weiß Ursula Locherer aus Erfahrung. Wie die Mitarbeiterin des Bauamts darlegt, fielen bei der Kehrichtentsorgung 2010 pro Tonne 56,25 Euro Entsorgungskosten an. Das machte bei rund 84 Tonnen im vergangenen Jahr gut 4700 Euro, „zuzüglich den Fahrkosten zur Entsorgungsstelle in Höhe von 92,03 Euro je Fahrt“. Das heißt: Kostet eine Tonne Splitt im Einkauf rund elf Euro, so kann deren Entfernung auf rund 150 Euro kommen.

Zwar hat die Gemeinde Krailling im Winter hauptsächlich Salz gestreut, doch musste sie wegen der Salzknappheit auch Splitt verwenden. Wie viele Tonnen dabei anfielen - das wird sich wohl erst herausstellen, wenn das Kehrgut, das bei den Straßensäuberungen in der vergangenen Woche angefallen ist, abtransportiert wird. „Voriges Jahr waren es zwischen 20 und 30 Tonnen“, lässt Bauhofleiter Michael Kuch wissen. „Heuer werden es etwas mehr“, vermutet Kuch, der die Entsorgungskosten mit 52 Euro plus Mehrwertsteuer beziffert.

Nach Ansicht von Gräfelfings Bauamtsleiterin ist der Splittabtransport kein Thema. „Wir haben sehr wenig Splitt verwendet“, sagt Elisabeth Breiter. „Lediglich auf Geh- und Radwegen und in Kreuzungsbereichen.“ Um Geh- und Radwege zu säubern, sei regelmäßig die kleine Kehrmaschine der Gemeinde im Einsatz. Die Kehrung des gesamten Straßennetzes übernehme eine externe Firma aus München. „Mit unserem regelmäßigen Kehrprogramm starten wir heuer am 28. März“, kündigt die Bauamtschefin an. Dann werde alle zwei, im Sommer alle drei Wochen gereinigt, die Gulli-Reinigung übernehme der Bauhof je nach Bedarf.

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