FWD: "Planegg wurde verschandelt"

Planegg - Die Freien Wähler Dynamischen sorgen sich um die Neugestaltung des Planegger Bahnhofareals. Sie befürchten einen "architektonischen Einheitsbrei".

Die Gemeinden Krailling und Planegg haben voriges Jahr beschlossen, das Bahnhofsareal in Kooperation mit der Familie Heide und der Gleisbau-Firma Emeran Braun neu zu gestalten. Geplant sind Wohnungen und Geschäfte. Derzeit arbeiten acht Büros im Rahmen eines Wettbewerbs an Ideen für die Neugestaltung des Areals. Die Freien Wähler Dynamischen warnen jetzt in einer Pressemitteilung vor „architektonischem Einheitsbrei am Bahnhof“.

Die Gruppierung freut sich nach eigenem Bekunden zwar auf den städtebaulichen Wettbewerb, der derzeit läuft. Allerdings befürchten sie, dass sich Geschichte wiederholt. Denn vor vier Jahren fand bereits ein Ideenwettbewerb für den Bahnhof statt. „Leider hatten die Planungsteams funktionelle Planungen abgegeben, die teilweise vollkommen realitätsfremd waren“, schreibt FWD-Vorsitzender Florian Zeller in der Pressemitteilung. Aufgrund dieser negativen Erfahrung wünschen sich die FWD für die nun anstehende Ideenphase „praktikable Ideen, die auch umgesetzt werden können“. Ein ganz entscheidender Punkt werde aus Sicht Zellers nach der Planungsphase die darauffolgende architektonische Umsetzung der Architekten sein. „Hier werden wir darauf dringen, dass nicht wie bei anderen städtebaulichen Maßnahmen, zum Beispiel in München, ganze Straßenzüge oder Wohnquartiere verschandelt werden“, so der FWD-Chef weiter, der grundsätzliche Kritik an Wohnungsbauten in jüngster Vergangenheit übt. „Das allermeiste was heute gebaut wird, lässt sich an Kargheit und Monotonie kaum überbieten. Dächer zum Beispiel scheinen abgeschafft. Wohnungsbauten werden streng rasiert geliefert, oben alles ab. Es regiert die kalte Logik des Funktionalismus. Auch Planegg wurde in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Neubauten verschandelt“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Nach den Worten Zellers werden die FWD dagegenhalten und versuchen, im Gemeinderat bauliche Vorgabekriterien für die Investoren festzulegen.

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