Geballte Politiprominenz beim CSU-Neujahrsempfang

Neuried - Vor 300 geladenen Gästen hat der CSU-Ortsverband Neuried das politische Jahr mit geballter Politprominenz eingeläutet. Beim Neujahrsempfang wartete er mit zwei Staatsministern auf.

Die Festansprache beim Neujahrsempfang in der Mehrzweckhalle hielt Markus Söder. Der bayerische Staatsminister für Umwelt und Gesundheit schlug in seiner Rede, aufgelockert mit weiß-blauen Anekdoten, einen optimistischen Ton an und vertrat klare Positionen zu Themen wie Gesundheit und Würde im Alter, Wirtschaft oder Integration. Nicht unerwähnt blieb das Landesbankdesaster. „Wir machen auch Fehler“, räumte Söder offen ein.

Mit seiner Aussage, das Gewinnstreben müsse von Vernunft und Verantwortung statt von Gier bestimmt werden, und seinem Appell an die Banken, den kleineren und mittelständischen Unternehmen unter die Arme zu greifen, punktete der Minister in Neuried. Mit Blick auf steuerliche Erleichterungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz forderte er, „sich auch um diejenigen zu kümmern, die jetzt die Gesellschaft tragen“.

Eine „humane Gesellschaft“, so der Minister, bestimme sich aber auch durch „den Umgang mit Kindern, Älteren und Kranken“. Neben administrativen Detailfragen sei es wichtig, den Menschen das eigene Weltbild zu zeigen. Die Bedeutung dieses ethischen Kanons zog sich als Leitmotiv durch seine Rede – auch beim Rekurs auf das Thema Integration. „Wer kommt, hat sich in unsere Wertmaßstäbe zu integrieren“, betonte Söder.

Nach dem Minister bestiegen der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn und Ernst Weidenbusch vom CSU-Fraktionsvorstand des Landtags die Tribüne. Ein großes Hallo gab es, als gegen 22 Uhr auch noch Finanzminister Georg Fahrenschon zum Neujahrsgruß in seiner Heimatgemeinde eintraf.

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