Gedenken an den Todesmarsch

- Bürgerinitiative begrüßt neue Mitglieder

Würmtal (ms) - Am 27. April vor 58 Jahren trieben Soldaten tausende KZ-Häftlinge aus Dachau durch das gesamte Würmtal nach Süden. Viele der Geschundenen überlebten diesen Todesmarsch kurz vor Kriegsende nicht; die Restlichen wurden in der Gegend von Wolfratshausen von den Alliierten befreit. Im Gedenken daran organisieren die "Bürgerinitiative zur Erinnerung an den Todesmarsch von Dachau" und der Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" auch heuer einen Gedenkmarsch entlang der Würm.

Die Initiatoren freuen sich über neue Mitglieder. Der Bürgerinitiative ist mit dem Lochhamer Jan Mühlstein erstmals ein Vertreter der Münchner jüdischen Gemeinde Beth Shalom beigetreten. Bisher schon nahmen ehemalige Häftlinge, die heute in Israel leben, an dem Zug und den flankierenden Veranstaltungen etwa an Schulen im Würmtal teil. Erstmals als Mitglied dabei ist auch der Kraillinger Zdenek Zofka. Wenngleich er als Privatperson der Initiative beitrat und an dem Marsch teilnimmt, deckt sich dies mit seinem Beruf: Als Mitarbeiter der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit betreut er Initiativen wie jene des Gedenkmarsches.

Im Beisein des Überlebenden des Todesmarsches, Zwi Katz, der in Israel lebt und diesmal auch seine beiden erwachsenen Kinder mitbringen wird, startet der Marsch am Samstag, 3. Mai, um 13.30 Uhr beim ProMarkt in Lochham. Die Teilnehmer marschieren durch die Würmtalgemeinden und machen in jeder Kommune beim Mahnmal des Todesmarsches Halt. Die Stationen im Einzelnen sind: Gräfelfing 14 Uhr, Planegg 15 Uhr, Krailling 15.45 Uhr, Stockdorf 16.15 Uhr, Gauting 17 Uhr, Ende gegen 18 Uhr vor dem Gautinger Rathaus.

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