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Zum Abschied ein „Rehn-Deer“: KHG-Leiter Hendrik Rehn und Bürgermeisterin Uta Wüst.

Verabschiedung von KHG-Direktor Hendrik Rehn

Geehrt wie ein Hollywood-Star

Im Rahmen eines rauschenden Schülerballs ist KHG-Leiter Hendrik Rehn verabschiedet worden. Mit Ehrungen wie für einen Hollywood-Star.

Gräfelfing – Am Mittwochabend feierte das Kurt-Huber-Gymnasium (KHG) seinen „Frühjahrsball“. Das Motto lautete diesmal „The Great Gatsby“. Glamourös, im Stil der 20er Jahre, kamen die Schüler und Schülerinnen gekleidet, die Mehrzweckhalle des Gräfelfinger Gymnasiums war aufwändig geschmückt. Der Ball stellte gleichermaßen den festlichen Rahmen für die Verabschiedung von Hendrik Rehn dar. Fast wie ein Hollywood-Star wurde der beliebte Schulleiter am Ende seiner Laufbahn geehrt. Nur war es nicht der „Oskar“, den er bekam, sondern das ein und andere „Rehn-Deer“, für besondere Leistungen in verschiedenen Kategorien.

Nun ist es amtlich: Oberstudiendirektor Hendrik Rehn wurde zum 23. Februar 2018 in den Ruhestand versetzt. Ministerialbeauftragter Christoph Henzler überreichte die entsprechende Urkunde des Freistaates, unterschrieben von Staatsminister Ludwig Spaenle. „Der Freistaat bedankt sich“, verlas Henzler und zitierte aus den Akten. Dort stand zu lesen, Rehn wolle „primus inter pares“ (lat. Erster unter Gleichen) sein, und ein Hauptanliegen sei es, die Schulqualität zu stärken. „Er erfreut sich großer Anerkennung.“

Der Ministerialbeauftragte fand auch persönliche Worte und blickte zurück auf den Werdegang Rehns. 1952 geboren, machte dieser das Erste Staatsexamen 1978 in den Fächern Mathematik, Chemie und Informatik. Das Zweite Staatsexamen folgte 1980. „Ihr Jahrgang ist gleichermaßen die Geburtsstunde des Rock’n’Roll“, sagte Henzler und zielte auf die Musikleidenschaft des Schulleiters ab.

Die Schüler hatten sich für ihren Direktor mächtig ins Zeug gelegt: Stehtische mit langen weißen Tischdecken, goldenes Lametta an den Türen und eine dezente Luftballon-Dekoration um die Tanzfläche herum zauberten eine glanzvolle Atmosphäre. Die KHG-Bigband auf der Bühne stimmte mit lässiger Professionalität zum „Final Countdown“ (Europe) an, und alle Anwesenden drehten sich nach den Show-Einlagen des „P-Seminars Tanz und Lehrerband“ im Wiener-Walzer-Schritt zu „Sag beim Abschied leise Servus“.

Dieser Abschied ging tatsächlich mitten ins Herz. Rehn nahm es betont locker. Im Vorfeld hatte er sich jede Art von Lobhudelei extra verbeten. Doch daran hielt sich kaum jemand. Die Worte der Anerkennung, ehrlichen Zuneigung und des verbalen Schulterklopfens wollten kein Ende nehmen. Jeweils ein gold-glitzerndes „Rehn-Deer“ bekam der Schulleiter in den Kategorien „Beste Produktion“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Kamera“. Nur ein hölzernes „Rehn-Deer“ gab es für die Kategorie „Bestes Sounddesign“. „Die Qualität der Durchsagen ist noch verbesserungsfähig“, frotzelte die SMV, lobte dagegen sehr das vertrauensvolle Verhältnis zum Direx.

„Es tat unheimlich gut, zwischen Beamten mit einem Menschen in Verbindung gewesen zu sein“, ließ der erkrankte Landrat Christoph Göbel übermitteln. „Er war mehr Hirte als Herrscher“, charakterisierten die bewegten Kollegen. Als Schlusswort zitierte Schülerin Paulina Kursawe Ingeborg Bachmann: „Aufhören können, das ist nicht eine Schwäche, das ist eine Stärke.“

A. Joepen-Schuster

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