Gefühle als farbenfrohe Abstraktionen

- Die Gräfelfinger Künstlerin Karin Lindner bedient sich der Pan-Art-Maltechnik

VON NADINE MAFKE Gräfelfing - Sie liebt es, sich durch Farbe mitzuteilen, und dabei menschliche Gefühle in verspielte und farbenfrohe Abstraktionen umzusetzen. Die Rede ist von der Künstlerin Karin Lindner. "Lichte Ägäis" heißt ihre derzeitige Ausstellung im Gräfelfinger Bürgerhaus, bei der sie 52 ihrer Werke in Pan-Art Maltechnik präsentiert.

Panta-Rhei: alles fließt

Grundlage für ihre verschiedenen Ansätze in Pan-Art-Maltechnik bildet der altgriechische Satz "Panta-Rhei" - alles fließt. Gemeint ist hier die Arbeit mit der Seele - nicht mit dem Intellekt - und der Sehnsucht, in der Farbe die künstlerische Leichtigkeit und Freiheit zu erreichen. Leichte, helle aber auch dunkle und kräftige Farben spiegeln dabei ihre Stimmungen und Eindrücke wider.

"Ich liebe das Zusammenspiel der Farben, wenn sie ineinander überfließen", sagt Lindner, die einige Jahre als Dolmetscherin und Designerin tätig war. Dabei möchte die in der Pfalz geborene Künstlerin in ihren Bildern nur Akzente setzen und dem Betrachter damit Denkanstöße geben, so dass dieser stets seine eigene Phantasie spielen lässt. Was ihre Motive betrifft, finden sich auf Lindners Bilder hauptsächlich Dinge, die in Zusammenhang mit der Natur und der Ägäis stehen, wie beispielsweise Delphine, badende Vögel, Korallen oder Muscheln. Das kommt daher, dass die Künstlerin schon seit vielen Jahren auf Segeltörns im ägäischen Meer unterwegs ist, wo sie auch ihren Mann kennen lernte. Neben ihrem Wohnort Gräfelfing wählte sie daher ihren zweiten Wohnsitz in Bodrum in der Türkei, "dem schönsten Segelrevier der Welt." Wenn sie jedes Jahr den Sommer dort verbringt, fängt sie all` ihre Motive ein und wandelt sie dann, zurück in Gräfelfing, zu farbenfrohen Bildern um. "Ich mache mir keine Skizzen, denn ich gehe stets mit zwei offenen Augen durchs Leben und behalte all` die wunderbaren Motive im Kopf", erklärt Lindner. Auch haben ihre Bilder nicht irgendeine intellektuelle oder aphoristische Deutung nötig, sondern sind mit dem "kindlichen Fühlen" und dem "weiblichen Empfinden" gemalt.

Wer also gespannt ist auf die farbenfrohe Welt von Karin Lindner, der kann noch bis Dienstag, 23. September, ins Bürgerhaus kommen. Die Ausstellung, bei der die Künstlerin zum Teil auch persönlich anwesend sein wird, ist täglich von 15 bis 19 Uhr geöffnet.

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