Gemeinde und ADFC testen das Tandem

Gräfelfing - Bürgermeisterin Uta Wüst und der örtliche ADFC gehen daran, zerschlagenes Porzellan zu kitten. Wüst empfing eine Delegation des Fahrrad-Vereins.

ADFC-Vertreter hatten im vergangenen Jahr entgegen der Entscheidung aus dem Rathaus eigenmächtig Schilder in der Bahnhofstraße angeschraubt, die über die Nutzung des umstrittenen Fahrradangebotsstreifens informierten. Bürgermeisterin und Gemeinderat hatten verärgert reagiert; die Schilder verschwanden umgehend. Was blieb, war der dringende Bedarf, die künftige Zusammenarbeit zu regeln. Schließlich ist der ADFC in Gräfelfing und dem Würmtal ein relevanter, kompetenter und reger Vertreter der Radfahrer-Interessen.

Die neue Vereinbarung sieht vor, dass der ADFC bei Verkehrsprojekten wie Straßensanierungen zum gleichen Zeitpunkt wie die Polizei und die Feuerwehr um seine Beurteilung gebeten wird - und zwar zwischen der Empfehlung des Bauausschusses und dem Beschluss im Gemeinderat. Außerdem soll die Gemeinde vor der Planung größerer Bauprojekte die spezifischen Überlegungen des ADFC dazu abfragen.

Eine erste gemeinsame Veranstaltung in diesem Geist soll eine Information über besagten Fahrrad-Angebotsstreifen in diesem Frühjahr sein. Daran sollen neben Gemeinde und ADFC auch Polizei und Schulen beteiligt sein. Über dieses rechtlich schwierige Konstrukt gibt es bei Fußgängern, Rad- und Autofahrern immer wieder Kontroversen.

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