In der Pentenrieder Straße, einer Kraillinger Durchgangsstraße, gilt Tempo 30. In Wohngebieten dürfen Autofahrer dagegen mit 50 km/h unterwegs sein. Foto: Rutt

Gemeinde Krailling will in allen Wohngebieten Tempo 30 einführen

Krailling - Krailling will im gesamten Gemeindegebiet mit Ausnahme der Gautinger Straße innerorts Tempo 30 einführen. 86 Prozent der Eltern von Schulkindern begrüßen dies.

Die Forderung, in ganz Krailling die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer festzusetzen, besteht seit langem. Bereits im Oktober 2010 hatten FBK, FDP, SPD und Grüne einen entsprechenden Antrag eingebracht, um insbesondere Kinder, Senioren und Radler besser zu schützen. Es sei nicht nachzuvollziehen, dass auf Hauptdurchfahrtsstraßen wie der Pentenrieder-, Margareten- und Luitpoldstraße Tempo 30 beziehungsweise 40 vorgeschrieben sei, in Anliegerstraßen der Wohngebiete aber mit 50 km/h durchgefahren werden dürfe, so die Argumentation. Damals hatte man das Thema im Hinblick auf die anstehende Ortsentwicklungplanung zurückgestellt. Zudem sollten auch rechtliche Aspekte vorab geklärt werden.

„Man kann nicht einfach überall Tempo-30-Zonen ausweisen“, betont Bauamtsleiter Helmut Mayer. In gewissen Bereichen werde man 30 km/h als Höchstgeschwindigkeit festsetzen müssen. Dass ein derartiges Tempolimit im gesamten Ortsgebiet grundsätzlich möglich ist, hat Andreas Bergmann vom Münchner Büro „Stadt-Land-Verkehr“ jetzt dem Gemeinderat bestätigt; einzige Ausnahme ist die Gautinger Straße als Staatsstraße. Der beauftragte Verkehrsplaner hat erste Voruntersuchungen durchgeführt und soll nun bis zur Juni-Sitzung Vorschläge für eine sinnvolle Beschilderung ausarbeiten. Dabei soll auch geprüft werden, inwieweit das Tempolimit für Pentenried und Frohnloh sinnvoll ist.

Von Elternseite wird der Vorstoß begrüßt, wie eine Umfrage an der Kraillinger Grundschule deutlich belegt. 86 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus - und zwar fast unabhängig davon, ob sie den Schulweg als bis dato sicher oder unsicher einstufen. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrssicherheit des Elternbeirats hatte im November über die Klassenleitungen 296 Fragebögen an die Kinder verteilt. Die Resonanz war enorm: Mehr als zwei Drittel der Eltern antworteten.

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