Gemeinde macht "Papillon" mehrere Zugeständnisse

- Arkaden zählen nicht mit, Parkplätze auf der Straße

VON HARTMUT BRINGS Planegg - Das Projekt "Papillon" kann Realität werden. Die Gemeinde Planegg akzeptiert eine geänderte Bauvoranfrage für das an der Bahnhofstraße 36 geplante Wohn- und Geschäftshaus und will ihren Bebauungsplan 11 a den Wünschen des Bauwerbers anpassen.

Monika Schulz brachte im Technischen Ausschuss zum Ausdruck, was wohl viele im weiten Rund dachten: "Schade, aber wir werden es nicht verhindern können", sagte die SPD-Rätin und erinnerte an die fast 100 Jahre alte Villa mit dem markanten Turm, die jetzt abgerissen werden muss. Denkmalschutz besteht aber nicht. Auf einer Bautafel wird schon für das "Papillon" geworben. Baubeginn: Sommer 2003.

Problem der Bauvoranfrage war und ist, dass der Städteplaner Frank Müller-Diesing gerade einen Bebauungsplan für einen Großteil der Bahnhofstraße aufstellt. Die städteplanerischen Wünsche des Architekten und der Kommune müssen also mit den Vorstellungen des Antragstellers, der seine Eingaben aus dem Baurecht in der Nachbarschaft ableitet, unter einen Hut gebracht werden. Damit das Wohn- und Geschäftshaus neben dem "Palais Planegg" gebaut werden kann, musste sich die Gemeinde auf mehrere Kompromisse einlassen.

Ein Zugeständnis ist, dass die von Planegg seit vielen Jahren geforderten Arkaden in der Einkaufsmeile nicht auf die Geschossflächenzahl angerechnet werden. "Sonst kann man die Geschäftsleute kaum von dieser Idee überzeugen", so die zuständige Expertin um blauen Rathaus, Daniela Groß. Und weil der Bauwerber auf die Errichtung von Nichtvollgeschossen verzichtet, darf er fünf Prozent über den Festsetzungen des in Aufstellung befindlichen Plans bauen. Dafür wird das beantragte "Papillon" mit seinen vier Etagen aber rund 2,30 Meter niedriger als ein Alternativvorschlag, der sämtliche Festsetzungen einhalten würde.

Einziges Hindernis für die Verwirklichung des "Papillon" sind jetzt noch die 27 nachzuweisenden Parkplätze. Nach der von Müller-Diesing vorgelegten Umgestaltung der Bahnhofstraße könnten die noch fehlenden sechs Stellplätze auf öffentlichem Grund errichtet werden. Ein Teil der bestehenden Bäume am Straßenrand würde für diese Maßnahme fallen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Ein Geschenk am idealen Standort“
„Ein Geschenk am idealen Standort“
Frauen-WM: Ohne Fernsehen kein Boom
Frauen-WM: Ohne Fernsehen kein Boom
Beschluss: Müllgebühr steigt spürbar
Beschluss: Müllgebühr steigt spürbar

Kommentare