Gemeinde prüft Einwände gegen U-Bahnbau

Martinsried - Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für den Erörterungstermin zur Verlängerung der U 6 bis Martinsried.

In der Gemeinde Planegg wird hinter den Kulissen unter Hochdruck an den Plänen für die Verlängerung der U-Bahnlinie 6 bis Martinsried gearbeitet. Derzeit prüft die Verwaltung die Einwände, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eingegangen sind. Anschließend findet der obligatorische Erörterungstermin bei der Regierung von Oberbayern statt, die als Genehmigungsbehörde fungiert. Ein Datum dafür gibt es laut Rathaus-Geschäftsführer Stefan Schaudig noch nicht. Der Erörterungstermin war ursprünglich für Anfang dieses Jahres vorgesehen gewesen.

Das Treffen mit den Privatpersonen und Trägern öffentlicher Belange zur Klärung der Einsprüche verzögert sich aber einige Wochen, weil die Gemeinde noch zwei Gutachten einholt. In einem wird der zu erwartende Lärm während der Bauphase untersucht, das zweite soll Aufschluss über die Auswirkungen des U-Bahnbaus auf die Umwelt entlang der 1000 Meter langen Strecke von Großhadern bis Martinsried geben. Beide Gutachten haben das Ziel, erhobene Einwände zu entkräften.

Sollte der Erörterungstermin bei der Regierung positiv im Sinne der Gemeinde enden und die Einwände zurückgezogen oder weggewogen werden, ergeht der Planfeststellungsbeschluss. Dieser entspricht der Baugenehmigung. Die Gemeinde würde dann mit den Ausschreibungen beginnen. Noch im ersten Halbjahr 2011 könnte es soweit sein. Es besteht allerdings die Möglichkeit, gegen einen ergangenen Planfeststellungsbeschluss Klage zu erheben. Dies könnte das Projekt für unabsehbare Zeit verzögern.

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