Gemeinde stellt Masterplan für Martinsried vor

Martinsried - Der Masterplan zur Neugestaltung Martinsrieds wird am Donnerstag im Gemeinderat erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Planer wollen Martinsried ein grünes, attraktives Antlitz verpassen. Ob es sich um eine Vision oder Utopie handelt, hängt von Bürgern und Gemeinderat ab.

Professor Rudolf Scheuvens wird Donnerstagabend ab 19 Uhr im Rathaus den 108 Seiten starken Masterplan für die Neugestaltung der Martinsrieder Ortsmitte vorstellen. Etliche Akteure haben mitgearbeitet und ihre Ideen und Vorschläge in den Prozess eingebracht. Die Planer der Bürogemeinschaft Lex-Kerfers/Morphologic destillierten daraus einen Maßnahmenkatalog mit ehrgeizigen Zielen. Der Münchner Merkur konnte schon vorab einen Blick in den Plan werfen.

Der so genannte „Neue Markt“ bildet den Nukleus des geplanten Zentrums von Martinsried. Er erhält auf allen vier Platzseiten neue bauliche Fassungen, die entweder aus Bestand oder Neubauten bestehen. Geplant ist, die Fraunhoferstraße im Platzbereich aufzulassen und eine großzügige, zusammenhängende Fußgängerzone zu entwickeln. In der neuen Ortsmitte wollen die Planer im Bereich der Röntgenstraße eine Shared-Space-Zone einrichten, in der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Shared-Space ist auch in der südlichen Lena-Christ-Straße, der Angerbauerstraße und Benefiziat-Bach-Straße vorgesehen.

Das neue Ortszentrum wird komplett umgekrempelt: So soll die Ladenzeile entlang der südlichen Röntgenstraße Wohnhäusern weichen, die Doppelachse im Ortszentrum wird aufgelöst und auf dem Gebiet der Fraunhoferstraße Einzelhandel vorgesehen.

Noch fließt der Verkehr hauptsächlich durch die Martinsrieder Ortsmitte. Künftig soll die Fraunhoferstraße die Lochhamer Straße als Hauptlastträger ersetzen. Der Verkehr flösse dann durch das Gewerbegebiet und eventuell auf einer neuen Gemeindeumgehungsstraße weiter Richtung Münchner Straße. Die südliche Lochhamer Straße sowie die Planegger Straße sollen verkehrsberuhigt werden. Wichtig ist den Planern, dass die Erschließung der U-Bahnhaltestelle durch Busse auch von Osten über den Klopferspitz möglich ist.

Lex-Kerfers/Morphologic haben die zahlreichen geplanten Maßnahmen in fünf Kriterien unterteilt: Priorität, städtebauliche Bedeutung, Aufwand, finanzieller Aufwand und Trägerschaft. Da größere Veränderungen nur auf Grundlage von Bebauungsplänen möglich sind (die erst aufgestellt werden müssen), werden sichtbare Verbesserungen in Martinsried vorerst auf sich warten lassen. Es würde viele Jahre dauern und viel Geld verschlingen, um den Masterplan, der im übrigen nur eine grobe Orientierungslinie ist, in Gänze zu verwirklichen. Ein erster Blick in das Werk zeigt, dass sich der Aufwand lohnen dürfte.

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