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So könnte ein Kraillinger Bürgertreff nach Vorstellung von Hans Wechner aussehen. Auch weitere Gemeinderäte, die im Hauptberuf Architekten sind, haben Ideen entwickelt.

Erste Ideen für Kraillinger Bürgertreff

Wann das Millionenprojekt Kraillinger Bürgertreff umgesetzt wird, steht in den Sternen. Es gibt jetzt aber erste Entwürfe.

Der Entwurf von Werner Engl

Glücklich, wer viele Architekten in Reihen seines Gemeinderats hat. In Krailling haben Hans Wechner (CSU), Werner Engl (Grüne) und Sebastian Sefzig (FDP) anhand von drei Testentwürfen ehrenamtlich untersucht, ob sich auf den gemeindlichen Grundstücken an der Ecke Pentenrieder Straße/Mitterweg ein Bürgertreff verwirklichen lässt. Obwohl die drei Architekten ganz unterschiedliche Planungsansätze verfolgten, belegt die Machbarkeitsstudie, dass ein Bürgerhaus an diesem zentralen Standort möglich ist.

Martin Hoffmann (SPD-Fraktion) zeigte sich beeindruckt, dass das erforderliche Raumprogramm in einem Gebäude für rund zwei Millionen Euro realisierbar ist. Vorgabe für die Planung war unter anderem ein zirka 150 m2 großer Saal, da der jetzige Veranstaltungsraum im Bürgerhaus Hubertus (rund 100 m2) des Öfteren nicht ausreicht. Außerdem sollten in dem barrierefreien Gebäude ein Foyer mit Garderoben, eine Küche, Sanitärräume, das Gemeindearchiv sowie Vereins- und Jugendräume untergebracht werden.

Sebastian Sefzigs Idee für ein Bürgerhaus

Nach einhelliger Meinung der drei Architekten muss für den Bau des Bürgertreffs der Baumbestand zwischen Maibaum- und Manhart-Grundstück beseitigt werden; lediglich in den Randbereichen der Grundstücke könnten einzelne Bäume erhalten bleiben. Eine teure Tiefgarage halten die Planer nicht für unbedingt erforderlich.

„Das sind drei wunderbare Entwürfe. Das ist eine Supervorlage für einen Bürgertreff“, sagte Bürgermeisterin Christine Borst in der Gemeinderatssitzung am Dienstag. An dessen Bau ist allerdings in absehbarer Zeit wohl nicht zu denken – obwohl das im September 2012 eingeweihte Bürgerhaus Hubertus nur als Provisorium für den Zeitraum von maximal fünf Jahren ausgelegt ist. Die von den drei Architekten inklusive Außenanlagen veranschlagten Gesamtkosten zwischen 2,3 und knapp 3 Millionen Euro für einen neuen Bürgertreff dürfte die Gemeinde so schnell nicht stemmen. Eleonore Zwißler (CSU) prophezeite außerdem erhebliche Folge- und Unterhaltskosten. Der Gemeinderat kam deshalb überein, das Projekt lediglich in die langfristige Finanzplanung aufzunehmen.

Bürgermeisterin Borst deutete allerdings eine Möglichkeit an, das Projekt doch in Angriff zu nehmen. Im Hinblick auf die Finanzierung könne man eventuell etwas über die Bürger- und Rotkreuzstiftung machen.

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