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Peter von Schall-Riaucour„Wenn das so weitergeht, stirbt unsere Bahnhofstraße allmählich aus.“

Micasa Sucasa

Von Schall plädiert für Mediator

Planegg - Im Streit um das Planegger Restaurant Micasa Sucasa ist kein Ende in Sicht.

„Es hätte nicht soweit kommen müssen“, meint Peter von Schall-Riaucour. Angesichts der Perspektive, dass sich Gerichtsverfahren noch über Jahre hinziehe, appelliert der Gemeinderat nun an alle Streitparteien, finanzielle Abstriche zu machen. „Denn wenn das so weitergeht, stirbt unsere Planegger Bahnhofstraße allmählich aus.“ Für die Räumungsklage des neuen Eigentümers Karl Rieder gegen Andre Bahlo müssen Gutachten erstellt werden. Und das kann sich hinziehen: Eine Verfahrensdauer unter zwei Jahren sei ausgeschlossen, sagte Richterin Inga Hansen beim Prozessauftakt im Oktober vergangenen Jahres.

Es sei klar, so von Schall, dass die Gemeinde nicht auf die von Bahlo geforderten Pachtrückstände in Höhe von mehr als 300 000 Euro einfach verzichten könne. Klar ist seiner Ansicht nach aber auch, dass der neue Eigentümer Karl Rieder die Gaststätte zu einem Schnäppchenpreis erworben habe. Denkbar sei deshalb, dass dieser nachbessere und einen Teil der Schulden von Bahlo übernehme – und auf diese Weise das Lokal wieder öffnen könne.

Wie berichtet, verweigert Bahlo die Herausgabe der Schlüssel zur Gaststätte. Er hatte nach dem Umbau 2010 technische Mängel moniert, die Pachtzahlungen gemindert und schließlich eingestellt. Kündigungen seitens der Gemeinde sah Bahlo als unwirksam an.

Die Gemeinde müsse schauen, wo ihre Schmerzgrenze sei, sagt von Schall. In jedem Fall sollte ein Mediator eingeschaltet werden. „Ein Vermittler, der von allen Seiten anerkannt wird.“ Überlegenswert sei auch ein Rückkauf der Immobilie seitens der Gemeinde, so von Schall. „Ich weiß von Interessenten, die nur darauf warten.“ Ein neuer Eigentümer könne dann möglicherweise auch besser mit Bahlo verhandeln.

Von Schall hatte schon in der Vergangenheit versucht, als Mittler tätig zu sein. Er ist deshalb auch als Zeuge geladen, wenn es am 18. Februar vor dem Landgericht München I zur Verhandlung im Streit zwischen der Gemeinde und Tobias Aschenbrenner kommt. Der Münchner Gastronom hatte zunächst den Zuschlag für das Lokal bekommen – unter der Voraussetzung, sich mit Bahlo über die Übergabebedingungen einig zu sein. „Aschenbrenner wurde übel mitgespielt“, sagt von Schall. Alle waren zunächst von seiner Präsentation begeistert. Der Gastronom fordert von der Gemeinde nun Schadenersatz.

de

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