BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

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Gemeindeschiff segelt trotz Wirtschaftsflaute

- Krailling weiterhin schuldenfrei

VON DOROTHEE JUNKERS Krailling - Mit einem schuldenfreien Haushalt für das Jahr 2003 führt die Gemeinde Krailling trotz Wirtschaftskrise und erhöhten Auflagen ihre 15-jährige Tradition der ausgeglichenen Haushaltsführung fort. Einstimmig beschloss der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag die Haushaltssatzung für das laufende Jahr.

Bürgermeister Dieter Hager (CSU) lobte die sorgfältige Planung des angesichts der "ungünstigen großpolitischen Rahmenbedingungen" stimmigen Haushalts: "Wenn nicht neue Belastungen auf Krailling zukommen, sind wir auf einem guten Weg." Dies könnten zum Beispiel durch die schlechte konjunkturelle Lage weiter steigende Umlagen sein. Bereits jetzt sei die Kreisumlage ein "gewaltiger Brocken".

Ein gewaltiger Aderlass seien zudem der Solidaritätsbeitrag und die Flutopferhilfe; allein für letztere musste Krailling 130 000 Euro hinblättern. Die Lohn- und Einkommensteuer seien zwar zurückgegangen, die Gewerbesteuer dagegen schlage sich mit "unserer KIM", der Kraillinger Innovationsmeile, antizyklisch durch: "Jetzt sind die Einnahmen mit 2,5 Millionen Euro zwar unverhältnismäßig hoch", schränkte Hager ein, "im Gesamten sind sie dagegen bescheiden." Das Investitionsvolumen sinke heuer um 1,3 Millionen: "Das ist ein Drama", klagte Hager, etwa die örtlichen Handwerker würden dadurch weniger Aufträge erhalten.

Sorgen bereitet Kämmerer Gerhard Friedrich die seit drei Jahren leicht rückläufige Lohn- und Einkommensteuer: "Das beißt sich mit den höheren Umlagen und ist ein Indiz, dass wir den Haushalt bald nicht mehr ausgleichen können." 2002 habe man bereits den Verwaltungshaushalt angesichts der hohen Ausgaben nicht ausgleichen können. Das Defizit betrage 300 000 Euro. Darum sei nun die Zielsetzung, die Gewerbesteuer neben der Lohnsteuer zum zweiten Standbein der Gemeinde zu machen und für letztere die Sockelbeträge zu erhöhen.

Als Lichtblick in der allgemeinen kommunalen Finanzmisere bezeichnete Wilhelm Mahler (FBK) das Konnexitätsprinzip, das zu den Landtagswahlen zur Volksabstimmung steht. SPD und Freie Wähler schlugen einige Punkte vor, wie öffentliche Gelder gespart werden könnten - etwa durch eine frühere Abschaltung der Straßenbeleuchtung am Morgen.

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