Gemeindewerke Gräfelfing: Räte wählen Experten in Aufsichtsrat

Gräfelfing - Bei der Besetzung des Aufsichtsrates der Gemeindewerke Gräfelfing haben die Gemeinderäte dem Fachwissen den Vorrang gegeben: Kein einziger Gemeinderat gehört dem Gremium an.

Dem siebenköpfigen Aufsichtsrat gehört seitens der Gemeinde zunächst Bürgermeister Christoph Göbel als Vorsitzender an, wie es der Gesellschaftervertrag vorsieht. Des Weiteren entsandte der Gemeinderat Altbürgermeister Eberhard Reichert in das Gremium, in dem der Jurist seine jahrzehntelage kommunalpolitische Erfahrung einbringen kann.

Die weiteren Sitze nehmen zwei Gräfelfinger Bürger ein, die dazu geradezu prädestiniert sind. Karl Otto Abt war von 1974 bis 1988 bei den Stadtwerken München in verantwortlicher Stellung tätig. Unter anderem baute er die Hauptabteilung Wärmetechnik und die Abteilung Energiewirtschaft auf. Ab 1989 war Abt Vorstandsmitglied der Stadtwerke Düsseldorf. Seit 1990 gehörte der Diplom-Physiker dem VDEW-Vorstand an, zuletzt als Vizepräsident dieses Verbandes der deutschen Energiewirtschaft. Auch im Ruhestand (seit 2007) ist Karl Otto Abt noch Ehrenmitglied des Vorstands der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE).

Außerdem wird der Gräfelfinger Georg Dumsky dem Aufsichtsrat angehören. Dumsky war viele Jahre, bis zur Fusion mit dem Bayernwerk, Vorstandsmitglied der Isar-Amperwerke. Als Technischer Vorstand hatte der Ingenieur somit dasselbe Netz in Verantwortung, das nun den Gemeindewerken Gräfelfing gehört.

Bürgermeister Christoph Göbel zeigte sich begeistert von dieser Wahl, die der Gemeinderat übrigens einstimmig traf. Göbel: „Damit haben wir den Sachverstand im Aufsichtsrat, den wir bei einer seriösen Investition in das Netz und in die Energiewende dringend brauchen.“

Von Seiten des anderen Gesellschafters, der Eon Bayern AG, werden dem Aufsichtsrat Regionalleiter Christian Nagel, Johann Blank (Leiter Netzbetrieb Oberbayern Nord) und Martina Knorr (Leiterin Beteiligungen) angehören.

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