Provisorium in Ortsrand-Lage: Das ehemalige Erholungsheim soll für begrenzte Zeit als Bürgertreff dienen. foto: js

Geplanter Bürgertreff: Nachbarn liegen Landratsamt am Herzen

Krailling - Das Landratsamt Starnberg hat seine Zustimmung zum Bürgertreff im ehemaligen Stadtranderholungsheim signalisiert - unter Auflagen. Die Gemeinde kann ihre Planungen vorantreiben.

Das ehemalige Caritas-Stadtranderholungsheim an der Hubertusstraße soll nach Auszug des heilpädagogischen Kindergartens der Lebenshilfe im Sommer für 65 000 Euro in einen Bürgertreff umgebaut werden. Laut dem beauftragten Planer Jürgen Gollwitzer kann man sich im Landratsamt Starnberg eine „Nutzung auf Probe“ für zwei Jahre vorstellen. „Voraussetzung ist, dass keine Beschwerden von Nachbarn eintreffen“, sagte Gollwitzer jetzt im Bauausschuss. Deswegen müsse die zeitliche Nutzung beschränkt werden. Auch die maximal zulässige Besucherzahl soll die Gemeinde Krailling vorab festschreiben. Auflage ist ferner, dass im Garten keine Veranstaltungen mit Musik stattfinden. Um Lärmbelästigungen für die Anwohner zu vermeiden, dürfen die Räume des rund 450Quadratmeter großen Flachbaus nicht über Fenster Richtung Süden gelüftet werden.

Der neue Bürgertreff soll einen großen Raum erhalten. Es ist deshalb geplant, den Saal des ehemaligen Erholungsheims in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen und die Wand zum Flur einzureißen; dadurch stünden dort 76 Quadratmeter zur Verfügung, außerdem eine Bühne mit 33 Quadratmetern. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung wird die Kraillinger Jugend den seit langem geforderten Treffpunkt erhalten. Im Südflügel des Gebäudes sind zudem zwei Räume für Mutter-Kind-Gruppen vorgesehen, das Gemeindearchiv soll im Keller unterkommen.

Das als Begegnungsstätte für ganz Krailling geplante Haus begrüßen nicht alle Generationen. Von Seiten der örtlichen Senioreninitiative gebe es ein Bündel von Argumenten gegen den Standort am Ortsrand, sagte Martin Hoffmann (SPD-Fraktion): Er sei zu abgelegen.

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