Das Planegger Bahnhofsgelände soll ein neues Gesicht erhalten. Die Gemeinde erwägt, die Park&Ride-Fläche beim Gasthof Zur Eiche aufzulösen (r.) und den Parkplatz westlich der Bahngleise zu erweitern.   foto: google

Germeringer Straße droht noch mehr Verkehr

Planegg - Die Gemeinde Planegg erwägt, den P&R-Platz östlich des Bahnhofs aufzulösen und dafür die Westseite zu erweitern.

Die Germeringer Straße ist mit derzeit rund 14500 Fahrzeugen in 24 Stunden eine der meistbefahrenen Kreisstraßen im Landkreis München. Mit Entlastungen dürfen die genervten Anwohner aber nicht rechnen - im Gegenteil. Die Pläne der Gemeinde zur Neugestaltung des S-Bahnhofareals werden neuen Verkehr in die Germeringer Straße spülen. Dies zeigt ein neues Gutachten, das am Montag dem Umweltausschuss vorgestellt wurde.

Um Platz für Nutzungen wie Wohnungsbau, Gewerbe oder Arztpraxen zu schaffen, will der Gemeinderat die östlich gelegene Park&Ride-Fläche auflösen. Dort befinden sich derzeit 60 Stellplätze. Künftig soll es nur noch den Parkplatz auf der anderen Seite der Gleise geben, der eine Kapazität von 110 Stellplätzen aufweist und nach dem Willen der Gemeinde vergrößert werden soll. Über die verkehrlichen Auswirkungen dieser Überlegung berichtete jetzt Experte Helmuth Ammerl. Seinen Berechnungen nach wird sich der Verkehr auf der Bahnhofstraße, im Bereich des Bahnhofs, spürbar reduzieren, sollten die Stellplätze am Gasthof Zur Eiche wegfallen. Die unschöne Nebenwirkung: Der Verkehr auf der Germeringer Straße nimmt weiter zu, denn P&R-Nutzer aus dem Süden, etwa aus Krailling, müssten den Umweg über Hofmark- oder Mathildenstraße nehmen, um über die Germeringer Straße zur Kreuzwinkelstraße zu gelangen. Ammerl: „Im Mittel steigt der Verkehr auf der Germeringer Straße um vier Prozent.“ Addiert man die Verkehrsmengen, die durch die neuen Nutzungen am S-Bahnhof und die P&R-Schließung an der Eiche zusätzlich auftreten, erreicht die Germeringer Straße in Teilen Maximalbelastungen bis 18 450 Kfz in 24 Stunden. Die vielen Kreuzungen würden an Leistungsfähigkeit einbüßen. „Vor allem die Bräuhausstraße erreicht dann ihre Kapazitätsgrenze“, sagte Ammerl. „Dennoch wäre die Schließung der östlichen P&R-Anlage grundsätzlich möglich“, resümierte der Verkehrsexperte. Die Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte sei gerade noch gewährleistet.

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