Gewerbegebiet KIM: TechnoSan kann erweitern

Krailling - Die Firma TechnoSan kann ihren Betrieb in der KIM erweitern: Der Kraillinger Bauauschuss gab grünes Licht für eine Änderungs des Bebauungsplans - trotz kritischer Stimmen.

Die Firma TechnoSan Umwelttechnik will ihren Betrieb im Kraillinger Gewerbegebiet auf das benachbarte Grundstück des KIM-Casinos ausdehnen. Der Bauausschuss ebnete dem Unternehmen für Abbrucharbeiten, Abfallentsorgung und Baurecycling am Dienstag dafür den Weg und bewilligte eine Änderung des Bebauungsplans. Diese ist erforderlich, da durch den Neubau der bestehende Grünzug unterbrochen wird.

Kritik an der Planung äußerte Werner Engl (Grüne). Durch die Verlegung der die beiden Grundstücke trennenden Grünfläche werde das bei Gründung der Kraillinger Innovationsmeile (KIM) verfolgte Konzept aufgegeben, bebaute Flächen mit öffentlichem Grün zu umgeben. „Ich habe Bauchschmerzen, dem zuzustimmen.“ Michaela Weiss (FBK) monierte wie auch Engl den geplanten Verkauf an TechnoSan. Beide sprachen sich dafür aus, das 2371 Quadratmeter große Areal auch anderen Firmen in der KIM anzubieten.

Bürgermeisterin Christine Borst sah dazu keine Veranlassung. Die Gemeinde habe wegen des Grundstücks erst einmal umliegende Unternehmen angesprochen und TechnoSan habe Interesse signalisiert. Die Firma plant an der Pionierstraße eine Fertighalle und ein Bürogebäude zu errichten; in das Erdgeschoss des Bürotrakts sollen eventuell Gemeinschaftsanlagen, etwa ein öffentlicher Konferenzsaal und vielleicht sogar ein Kiosk integriert werden. Gegen die Bebauungsplanänderung stimmten Engl, Weiss sowie Erika Harder (SPD).

Den Verkauf des Casino-Grundstücks hatte die Gemeinde beschlossen, da die Betreiber der dortigen Kantine immer wieder mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfen mussten. Der letzte Pächter des „Mahlzeit“ hatte im Sommer 2010 Insolvenz angemeldet.

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