Das denkmalgeschützte Josefstift (l.) sollte die Dominante des Ensembles bleiben. Die Mensa des Kinder- und Familienzentrums wurde deshalb schlicht gehalten. foto: Dagmar rutt

Gewollte Schlichtheit

Planegg - Seit einigen Tagen ist die Mensa des Kinder- und Familienzentrums in Planegg vom Gerüst befreit. Ein architektonisches Juwel ist in den vergangenen Monaten unter der Plane nicht entstanden. Dies räumt man auch bei der Gemeinde Planegg unumwunden ein.

Als „schlicht“ beschreibt Andreas Löbe, im Rathaus für das Bauprojekt Familienzentrum zuständig, euphemistisch die Architektur. Dies sei aber aus zweierlei Gründen bewusst so entschieden worden. Zum einen war man zu baulichen Extravaganzen früherer Tage aus finanziellen Gründen nicht mehr bereit, hinzu kamen behördliche Vorgaben.

So sollte der Mensa-Trakt unauffällig sein, um das denkmalgeschützte Josefstift aus dem Jahr 1895 nicht zu übertrumpfen. „Dieses sollte die Dominante im Ensemble sein“, berichtet Löbe von den Gesprächen mit den Denkmalschützern. Man kann wohl behaupten, dass das Vorhaben geglückt ist. Auch die Farbe des Mensa-Trakts, ein Beige-Ton, wurde bewusst gewählt. Er ist nach den Worten Löbes dezent und kaum anfällig für Schmutz. Auch wenn der Anblick des Kinderzentrums von der Pasinger Straße aus nicht zum Zungeschnalzen anregt: An den inneren Werten hat die Gemeinde nicht gespart. In Kürze wird eine Vollküche eingebaut, dank der Photovoltaikanlage auf dem Dach kann das Haus einen Teil der benötigten Energie selbst erzeugen. Die Innenausstattung von Krippe, Kindergarten und Hort ist auf hohem Niveau.

Bis zum Herbst soll der Innenausbau abgeschlossen sein. Vor dem Mensa-Gebäude entstehen demnächst Kurzzeitparkplätze sowie eine Bus-Bucht. Der Innenhof wird begrünt und kindgerecht gestaltet. Wer sich dort aufhält, wird bemerken, dass bei der Gestaltung von Krippe und Kindergarten anders als bei der Mensa viel Wert auf Farbe und Kreativität gelegt wurde. „Die Innenseite ist die Sonnenseite. Und dort sind auch die Kinder“, sagt Andreas Löbe.

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