TSV Gräfelfing baut Stabhochsprunggruppe auf

- Matthias Schimmelpfennig neu im Team von Waldemar Capeller

VON TOBIAS BRÜGMANN Gräfelfing - Mit Beginn des neuen Schuljahres hat auch die Vorbereitungsphase bei den Leichtathleten des TSV für die Saison 2004 begonnen, denn schließlich werden die meisten Grundlagen für die Wettkämpfe im Herbst und Winter gelegt. Traditionell finden in der Sommerpause auch die meisten Veränderungen hinsichtlich des Trainerstabes und der Vereinswechsel statt. In diesem Jahr kann der TSV etwas gänzlich Neues in seinem Programm anbieten.

Neuzugang Matthias Schimmelpfennig hat sich zusammen mit Abteilungsleiter Waldemar Capeller vorgenommen, eine Stabhochsprunggruppe in Gräfelfing aufzubauen. Der 22 Jahre alte Student gehörte in Münster zu der Trainingsgruppe um Richard Spiegelburg, unter anderem Teilnehmer an der letzten Weltmeisterschaft in Paris. Begonnen mit der Leichtathletik hat er im Alter von 15 Jahren, als er auf Grund einer Armverletzung mit dem Handballtraining pausieren musste. Zunächst konzentrierte er sich allerdings auf den Mehrkampf, wobei er sich sogar für die Deutschen Meisterschaften im Block Sprint-Sprung qualifizierte. Anschließend entschied er sich für den Stabhochsprung, nicht nur weil es für ihn die komplexeste Disziplin ist, sondern auch wegen dem "geilen Gefühl, wenn man sich mit mehr als 2 m/s mit dem Kopf nach unten in die Luft katapultiert", wie er selbst sagt. Seine Bestleistung schraubte er auf beachtliche 4,80 m und wurde so zweimal Landessieger von Westfalen.

Kurz nach seinem Abitur unterbrach er seine Sportkarriere: "Ich bin bei einem Trainingssprung über 5 m neben der Matte gelandet. Zwar habe ich mich trotzdem nicht schwer verletzt, aber ich konnte vom Kopf her nicht weiter machen.", erklärt Schimmelpfennig seinen Beweggrund. Im Laufe der letzten Saison kam er dann zum TSV, da er seit Januar 2001 in München Maschinenbau studiert. Zunächst wollte er sich nun wieder aufs Sprinten konzentrieren. Als aber feststand, dass der Verein ab April nächsten Jahres eine Stabhochsprunganlage auf dem Sportplatz des Kurt-Huber Gymnasiums bekommen wird, ließ er sich gerne überreden, sein angeeignetes Wissen weiterzugeben und dabei natürlich auch wieder ein bisschen selbst zu springen. Voraussetzung für einen guten Stabartisten sind für ihn Begeisterung für Leistungssport und insbesondere am Turnen, weil in seinen Trainingsplänen mindestens einmal die Woche im herkömmlichen Sinne geturnt wird. Ziel für seine Athleten sei es nicht in erster Linie möglichst viele Meisterschaften zu gewinnen, sondern ein neues Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen.

Interessierte zwischen 14 und 25 Jahren können sich an den normalen Trainingszeiten, also jeden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 17:30 Uhr und 19:30 am Sportplatz des KHG melden.

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