Präsentierten das neue Schulprojekt: (v.li.) Wolfram Schnitzler vom Landesverband der Jugendkunstschulen, Ulrike Görg und Lilli Plodeck von der Gräfelfinger Schule der Phantasie, Rektorin Angelika Nerz-Lidl und Staatssekretär Bernd Sibler. Foto: StMBW

Gräfelfing bekommt Kunstgrundschule

Gräfelfing - Die Grundschule Gräfelfing wird zum Modellprojekt des Kultusministeriums. Sie wird zur Kunstgrundschule - als einzige in Oberbayern.

Die Förderung kreativer und künstlerischer Fähigkeiten wird an der Grundschule Gräfelfing groß geschrieben. Was man auch im Kultusministerium registriert hat: Es hat die Schule zur Kunstgrundschule erhoben. Damit nimmt sie an einem landesweiten Modellprojekt teil und vertritt als einzige Schule den Regierungsbezirk Oberbayern. „Wir sind sehr stolz, dass wir ausgewählt wurden“, sagt Rektorin Angelika Nerz-Lidl. Es sei eine Auszeichnung, aus all den Schulen ausgewählt worden zu sein.

Die Schule hatte sich für das Pilotprojekt beworben. „Wir mussten ein Konzept einreichen“, berichtet Nerz-Lidl. Zudem habe die Schule nachweisen müssen, dass sie sich viel mit musischen Themen auseinandersetze. „Bei uns gibt es regelmäßig Projektwochen, und wir haben ein Kunstbuch herausgebracht“, erläutert die Rektorin das bisherige Engagement.

Wie sieht nun das neue Konzept aus? Laut Kultusminsterium geht es um die Förderung der „ästhetischen Erziehung“. Die Schüler sollen einmal in der Woche von externen Künstlern unterrichtet werden. Hierbei kommt die Gräfelfinger Schule der Phantasie ins Spiel, die bereits Räumlichkeiten in der Grundschule nutzt. Ihre Leiterin Lilli Plodeck freut sich schon auf das Kooperationsprojekt. „Im nächsten Schuljahr soll es richtig starten, momentan sind wir in der Vorbereitungsphase.“ Jede Klasse werde dann einmal in der Woche von Künstlern unterrichtet. Mit deren Hilfe sollen die Kinder verschiedene Techniken erarbeiten. Dazu passt auch der Slogan der Schule der Phantasie, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feiert: „Sich mit beiden Händen ein Bild von der Welt machen.“

Die 4. Klassen werden bereits in diesem Schuljahr in den Genuss der Förderung kommen. Wenn ab 20. Juni eine Kunstausstellung im Gräfelfinger Seidlhof stattfindet, an der sich auch die Schule der Phantasie beteiligt, dürfen die Kinder dort Workshops besuchen. „Ich finde, das Projekt ist eine großartige Chance, exemplarisch zu zeigen, wie wichtig Kunst in der Gesellschaft ist“, sagt Plodeck. Rektorin Agelika Nerz-Lidl kann ihr da nur zustimmen: „Eine solche Förderung ist ganz wesentlich für die Entwicklung der Kinder.“ Buben und Mädchen, die in den Fächern Mathematik und Deutsch vielleicht nicht so brillieren, bekämen auf diese Weise die Chance, ihr Talent zu zeigen.

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