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Bodenfliesen, Bettgestelle und Schutzverkleidungen für die Hallenwände: Sabine Strack, in der Gräfelfinger Verwaltung zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung, informierte sich gestern über die Einrichtungsarbeiten in der Halle des KHG. Shkar Kadhim Hama Saeed (Foto Mitte) kam vor acht Jahren selbst als Flüchtling aus dem Nordirak. Jetzt arbeitet er für ein Umzugsunternehmen, das im Auftrag des Landratsamtes Notunterkünfte einrichtet.

KHG-Turnhalle

Gräfelfing bekommt Notunterkunft

Die Dreifachturnhalle des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasiums ist ab Mittwoch Notunterkunft. Bis Unterrichtsbeginn soll die Halle wieder frei werden.

Weil es bei der Errichtung von Traglufthallen zur Unterbringung von Asylbewerbern zu Verzögerungen kommt, benötigt der Landkreis München kurzfristig weitere Notunterkünfte. Fünf Turnhallen, unter anderem am Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium (FLG), beherbergen bereits 600 Menschen. Nun sollen bis zu 200 Flüchtlinge in Gräfelfing und 50 in Kirchheim für eine Übergangsphase in Sporthallen eine Bleibe finden.

Ende Juli hatten Mitarbeiter des Landratsamtes die KHG-Halle erstmals besichtigt. Am Montag wurde die Gemeinde darüber informiert, dass es nun ernst würde. Gestern begannen Mitarbeiter des Landkreises und einer beauftragten Umzugsfirma, Bodenfliesen auszulegen, die Hallenwände mit Schutzverkleidungen zu versehen, Bettgestelle, Matratzen und Schränke in die Halle zu tragen, insgesamt zwölf Lkw-Ladungen. Aufgestellt werden die Betten in vier Abschnitten à 50 Personen. Kleinere Abteilungen zu schaffen, sei aus zeitlichen Gründen nicht möglich, hieß es von einem Mitarbeiter des Landratsamtes. Die großen ebenerdigen Fenster der Halle mit einem Sichtschutz zu versehen, sei ebenfalls nicht möglich.

83 Flüchtlinge werden heute erwartet. Wie in Planegg auch, werden sie mit Essen versorgt. Ein Wachdienst kümmert sich um die Sicherheit. „Wir müssen alle zusammenhelfen, um den Menschen, die in unserem Land Zuflucht vor Verfolgung suchen, beizustehen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu bieten. Selbstverständlich stellen wir uns in Gräfelfing ebenso dieser Verantwortung wie andere Gemeinde auch“, erklärte Bürgermeisterin Uta Wüst.

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