Kleinbus für Vereine und Institutionen

Neues Gemeindemobil für Gräfelfing

Gräfelfing – Die Gemeinde Gräfelfing schafft wieder ein Gemeindemobil an. Anders als das Vorgängerfahrzeug soll der neue Mercedes Sprinter jedoch nicht an Bürger ausgeliehen werden. Er steht nur Gräfelfinger Vereinen und Institutionen zur Verfügung – und  Mitarbeitern der Gemeinde.

Als das vorige Gemeindemobil, ein Ford Transit, mit kapitalem Unfallschaden ausschied, wollte die Gemeinde eigentlich vom klassischen Modell des werbefinanzierten Gemeindemobils Abstand nehmen. Die Alternative, eine Mietnutzung von Fahrzeugen der Firma Ford, scheiterte jedoch aus mehreren Gründen. Daraufhin beantragte die CSU, doch wieder ein Gemeindemobil anzuschaffen. Diesem Vorgehen hat der Hauptausschuss des Gemeinderates nun zugestimmt.

Der Diesel-Neunsitzer soll mit Anhängerkupplung, Radio und Klimaanlage ausgestattet sein. Die Grundfarbe Weiß wird nicht lange dominieren: Eine Fachfirma bekommt von der Gemeinde den Auftrag, das Auto anzuschaffen, und wird es über Werbeflächen refinanzieren, die sie an Unternehmen der Region verkauft. Die Kosten für die Gemeinde beschränken sich somit auf Verwaltung (Vergabe) sowie Steuern und Versicherung und sollen wiederum durch die Mieteinnahmen in Höhe von 30 Euro pro Wochentag und 50 Euro pro Wochenende gedeckt werden. Eine Vollkasko-Versicherung mit 500 Euro Selbstbeteiligung deckt den Nutzerkreis ab.

In der Sitzung meldete Florian Brenner (CSU) Bedenken wegen der geplanten Verleihung an Gemeindemitarbeiter an. Der Vize-Präsident des TSV Gräfelfing sagte, man habe ja ausdrücklich von der Vermietung an Privatpersonen Abstand nehmen wollen, damit das Fahrzeug der eigentlichen Zielgruppe – Vereine und Institutionen – zur Verfügung stehe. Rathausmitarbeiter seien diesbezüglich allerdings Privatpersonen und eine häufige Inanspruchnahme durch sie zu erwarten – zumal sie das Fahrzeug sogar kostenlos mieten können. Bürgermeisterin Uta Wüst sagte, die Mietrichtlinien könnten noch angepasst werden, sollten in der Praxis tatsächlich zu wenig Termine für die Vereine übrig bleiben. Allgemein sollen Reservierungen maximal vier Wochen im Voraus möglich sein, um eine Dauerbelegung zu verhindern. ms

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