Neuer Bebauungsplan

Gräfelfing erweitert Gewerbegebiet

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Die Grundlage des Wohlstands der Gemeinde Gräfelfing ist die Gewerbesteuer. Jetzt wird diese Basis verbreitert.

Drei Zahlen sagen viel aus über den wirtschaftlichen Erfolg der Gemeinde Gräfelfing: Im Jahr 2015 überstieg der Kommunalhaushalt mit 111 Millionen Euro erstmals die 100-Millionen-Grenze. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer schnellten auf den Rekordwert von 54,5 Millionen Euro hoch. Und sie stellten allein 66 Prozent der Einnahmen im Verwaltungshaushalt.

Die Weichenstellung zu diesem Erfolg geschah noch unter Bürgermeister Christoph Göbel, doch die Erfolgsgeschichte soll weitergehen – auch in Form der von Göbel begonnenen Erweiterung des Gewerbegebiets am Lochhamer Schlag. Der Gemeinderat schickte jetzt den Entwurf für den Bebauungsplan 26 B ins Aufstellungsverfahren, um ihn zur Satzungsreife zu bringen. Dahinter stehen konkrete Kaufinteressenten für die beiden noch freien, großen Grundstücke.

Das Gebiet liegt nordöstlich des bestehenden Gewerbegebiets. Im Süden reicht es bis auf Höhe der Seeholzenstraße, im Norden auf Höhe Am Haag / Autobahn. Die Pläne liegen seit acht Jahren in der Schublade, doch hielt sich die Gemeinde mit einem Festzurren des Baurechts zurück. „Wir wollten Bauwerbern die Möglichkeit geben, die Planinhalte mitzugestalten“, sagt Bürgermeisterin Uta Wüst. Wie sich zeigte, traf diese Intention nicht die Wünsche der Interessenten. Vielmehr wollten sie klare Ansagen darüber, „was da geht“, so Wüst. Die soll der Bebauungsplan nun machen. Er begrenzt die Geschossflächenzahl auf 2,03, zugleich sieht er großzügigste Bauräume vor, um ein hohes Maß an Flexibilität vorzuhalten.

Für die freien Grundstücke, die einem Privateigentümer gehören, sind derzeit drei Interessenten im Gespräch. Zwei von ihnen sind bereits im Gewerbegebiet ansässig und möchten erweitern. Ein doppelter Grund zur Freude, wie die Bürgermeisterin findet: Dies bedeute, dass die Unternehmen mit dem Standort Gräfelfing zufrieden seien und sich langfristig an ihn binden wollten. Und natürlich, dass sie prosperieren – entsprechende Gewerbesteuerzahlungen inklusive.

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