Geplante Schwimm- und Dreifachsporthalle in Gräfelfing Lageplan
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In dem Wäldchen zwischen Adalbert-Stifter-Straße und Autobahn soll die neue Sporthalle nach Plänen des Gemeinderates liegen (Bildmitte). 

Gegen den Standort der geplanten Schwimm- und Dreifachturnhalle

1060 Unterschriften fürs Bürgerbegehren

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Sechs Wochen nach Start des Bürgerbegehrens zur geplanten Gräfelfinger Schwimm- und Dreifachturnhalle sind die Initiatoren so weit: Am Donnerstag wollen sie Bürgermeister Peter Köstler mehr als 1000 Unterschriften übergeben.

Gräfelfing – „Rettet den Schulwald, neue Schwimm-/Dreifachsporthalle auf den Schulcampus“ heißt das Bürgerbegehren, das sich ausdrücklich nicht gegen den Bau der neuen Sportstätten ausspricht. Diese sollen die veraltete, zu kleine Turnhalle der Volksschule Lochham und das darunter liegende marode Schwimmbad ersetzen. Die drei Initiatoren, Raymund Messmer, Sprecher der Grünen in Gräfelfing, Hans-Dietrich Kubisch vom Bund Naturschutz, Ortsgruppe Würmtal Nord, und Christian Barske lehnen aber den vom Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit beschlossenen Standort im Wäldchen nördlich der Adalbert-Stifter-Straße ab, auf dessen Klimawert sie verweisen, und sprechen sich für eine Stapellösung auf dem Schulcampus aus.

Neun Prozent der Gräfelfinger Wahlberechtigten mussten unterschreiben, um einen erfolgreichen Antrag auf einen Bürgerentscheid stellen zu können. Statt der benötigten rund 970 Unterschriften zählte Kubisch am Dienstag 1060. „Und es gehen ständig weitere ein“, sagt er. Kubisch rechnet mit „einigen Fehlunterschriften“, etwa von Minderjährigen, und bedauert, dass manche Einträge auf den Listen „sehr schwer lesbar“ seien. „Aber wir haben deutlich mehr als erforderlich.“

Corona-Pandemie und Sommerferien

Und das, obwohl das Bürgerbegehren in eine ungünstige Zeit fiel. Wegen der Corona-Pandemie seien Informationsveranstaltungen nicht möglich gewesen. Auch von Tür zu Tür zu gehen entfiel. Zudem herrschten Sommerferien. Zehn Mitstreiter hätten sich das Gemeindegebiet aufgeteilt und jedem der über 6000 Haushalte eine Unterschriftenliste eingeworfen. Dazu hängten Unterstützer des Bürgerbegehrens Banner an ihren Gartenzäunen auf. Im Laufe der Wochen kamen stetig ausgefüllte Listenzurück. Am vergangenen Samstag bauten Kubisch und Mitstreiter erstmals seit Anlaufen des Bürgerbegehrens einen Infostand in der Bahnhofstraße auf. „Da kam noch mal ein kräftiger Schwung Unterschriften zusammen. Wir haben festgestellt, dass große Unkenntnis herrscht, was geplant ist.“

Sobald die Unterschriften übergeben sind, ist die Gemeindeverwaltung aufgefordert, diese unverzüglich zu prüfen. Das nehme eine gewisse Zeit in Anspruch, so Bürgermeister Peter Köstler. Sollte das Bürgerbegehren zulässig sein, rechnet er mit einem Termin für den Bürgerentscheid noch in diesem Jahr. „Ich möchte das schon zeitnah über die Bühne bringen.“ (nik)

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