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Die Führungsriege der Frauen-Union Gräfelfing mit Kreisvorsitzender Gerlinde Koch-Dörringer (r.) und deren Stellvertreterin Gabi Schönwälder (4.v.l.): Petra Schmid, Maximiliane Fischer, Maria Lex-Fischer, Monika Meier-Pojda, Herta Schmid, Julia Scheicher (v.l.).

14:7 Stimmen

Gräfelfinger Frauen-Union: Neuwahl mit vielen Animositäten

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Dicke Luft bei der Gräfelfinger Frauen-Union. Zwar wurde Maria Lex-Fischer als Vorsitzende bestätigt - doch nur mit 14 von 21 Stimmen. Und das hat Gründe.

Gräfelfing – CSU-Ortsvorsitzende Petra Schmid versuchte es im Rückblick mit Zweckoptimismus und Humor: „Ich fand es erfrischend; es war zumindest eine echte demokratische Wahl, mit mehr Kandidaten als Sitzen“, sagte die Gemeinderätin auf Anfrage. Tatsächlich gab es an diesem Abend im Bürgerhaus zahlreiche enge Abstimmungen mit mehreren Bewerbern. Und dazwischen eine Menge Animositäten, Spitzen, ja Kränkungen.

Die angespannte Stimmung hatte nicht erst an diesem Abend eingesetzt, sondern fand in der Vorstandswahl nur ihren Höhepunkt. Schon im Vorfeld hatte es geheißen, dass FU-Mitglied Ochmaa Göbel, die Ehefrau des Ex-Bürgermeisters und heutigen Landrats, gerne dazu bereit sei, die Nachfolge von Maria Lex-Fischer anzutreten. Nach Gerüchten, die nicht nur wohlmeinend waren, sah sie sich noch vor der Sitzung zu der schriftlichen Klarstellung genötigt, ihre Bereitschaft habe stets nur für den Fall gegolten, dass Maria Lex-Fischer nicht wieder für das Amt kandidieren wolle.

Das hatte Lex-Fischer vor geraumer Zeit zwar auch angekündigt, sich jedoch umentschieden. „Man kreidet mir an, dass ich erst nicht mehr kandidieren wollte und dann doch“, bekennt Lex-Fischer. Sie begründet ihren Sinneswandel vor allem mit der Nachfolgeregelung, die ihr vorschwebt. Sie wolle „junge Frauen fördern, die es nicht leicht haben, in der Politik Fuß zu fassen, und keinen bekannten Namen haben. Diese Meinung teilt nicht jeder.“ Namentlich wünschte sie sich Schriftführerin Julia Scheicher als Nachfolgerin. Die kann das Amt jedoch aktuell nicht antreten, da sie kurz vor einer Entbindung steht.

Bei der Vorstandswahl hielt Ochmaa Göbel sich konsequent zurück, da Lex-Fischer erneut antrat. Diese wurde ohne Gegenkandidatin, jedoch bei sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung wiedergewählt. Auch die Anzahl der Stellvertreterinnen war strittig; per Abstimmung entschied die Mehrheit sich für drei statt zwei Sitze, auf die sich fünf Kandidatinnen bewarben. Einen davon belegte Maria Lex-Fischers Tochter Maximiliane Fischer, was der Vorsitzenden den Vorwurf des „Nepotismus“ einbrachte. Die weiteren Stellvertreterinnen sind nun Petra Schmid („Ich war nur eine Kompromisskandidatin“) und Monika Meier-Pojda. Julia Scheicher bleibt Schriftführerin, Herta Schmid Schatzmeisterin.

Nach all der Aufregung beschlossen die Damen auch noch Konstruktives. So wollen sie einen Alten-Helferkreis gründen, der sich um die Senioren in den Gräfelfinger Altenheimen kümmern soll.

ms

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