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Partytime: Die „Rockbits“ und deren Freunde heizten den Gästen im Gräfelfinger Bürgerhaus mit Musik der 50er Jahre ein.

„Rock the House“ mit Rockbits und Freunden

500 Besucher feiern Benefizparty

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Das war eine Party! Rund 500 Leute rockten in Gräfelfing am Freitagabend auf Einladung des Vereins Traumwerker zu Musik der 50er Jahre. Die Stimmung auf dem Benefizkonzert war so gut, dass die Gäste in Spendierlaune kamen.

Gräfelfing – Jetzt freuen sich die Traumwerker über Spenden in Höhe von 22 000 Euro für ihr geplantes Traumcafé. Menschen mit Behinderung sollen in diesem Übungscafé in Gräfelfing lernen, Kaffee zu kochen, Kuchen zu schneiden und Gäste zu bedienen.

Das Projekt hat Geld nötig. Denn erst muss dafür ein Häuschen an der Ruffiniallee 4 in Gräfelfing umgebaut werden. Und das wird deutlich teurer als geplant. Die Vorsitzende des Vereins Traumwerker, Sibylle Gerke-Madadkar, freut sich also gleich mehrfach über ihre gelungene „Rock the House Party“ im Gräfelfinger Bürgerhaus. Nicht nur die Spenden sind sehr willkommen. Die Party sei einfach gut gewesen. Bis 1 Uhr früh hätten die Gäste gefeiert. Das Swingquartett Funny Valentines habe eine tolle Show gezeigt. Die Rockbits und ihre Freunde heizten den Gästen ein. Was sie aber besonders freut, sei der große Andrang am Freitagabend: „Die Hütte war voll.“ Das ist für sie wichtig. „Wir wollen die Idee der Inklusion in die Gesellschaft tragen“, sagt sie.

Diesem Zweck dient auch das geplante Traumcafé. Ursprünglich hätte es schon diesen Herbst eröffnen sollen. Im Frühjahr sei der Mietvertrag mit der Gemeinde unterschrieben worden. „Dann haben sich die Dinge verändert“, erklärt Gerke-Madadkar. Nach der Entkernung des Gebäudes sei klar gewesen, dass der Finanzbedarf größer sei, als erwartet. Sie rechnet jetzt nicht mehr damit, dass es 80 000 Euro kostet, das Gebäude herzurichten, sondern erwartet Kosten von bis zu 160 000 Euro. „Es ist deshalb dringend nötiges Geld“, was jetzt gesammelt werden konnte. Insgesamt habe der Verein mittlerweile bereits rund 90 000 Euro an Spenden akquirieren können. „Wir werden weiter Spenden sammeln“, so Gerke-Madadkar. Auch für den Betrieb des Kaffeehauses seien dann erst mal Spenden nötig. Die Vision sei allerdings, dass sich das Traumcafé selbst trage.

Doch bevor mit dem Umbau begonnen werden kann, fehlt noch Entscheidendes. „Wir warten auf das Go vom Landratsamt.“ Zwar sei ihr schon signalisiert worden, dass der Bescheid positiv ausfallen werde, doch schwarz auf weiß habe sie noch nichts, sagt Gerke-Madadkar.

Wann es an der Ruffiniallee 4 erstmals nach Kaffee und Kuchen duften wird, ist noch nicht bekannt. Da sie mit ihrer letzten Prophezeiung so daneben gelegen habe, möchte die Vorsitzende keine weitere Vorhersage treffen. Eins steht aber fest: Die Tische, die das Bürgerhaus am Freitag zierten und so wunderbar zum Motto der 50er-Jahre-Party passten, werden künftig nicht im Kaffeehaus stehen. Sie waren eine Leihgabe. Einige Gäste verliebten sich in die Tische, kauften sie und holten die 50er Jahre damit dauerhaft zu sich nach Hause. So wirkt die Party nicht nur bei den „Traumwerkern“ nach.

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