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Die Zeugnisse ihrer Leistungen hielten die glücklichen 88 Absolventen des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasiums endlich in Händen.

Abiturzeugnisse am Kurt-Huber-Gymnasium

Erst Party, dann Zukunft

Geschafft! Die 88  Abiturienten des Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing haben jetzt ihre Zeugnisse erhalten. Wie sich der Abi-Jahrgang 2017 geschlagen hat:

Gräfelfing – „Es ist Zeit für Freude“: Mit dieser Anlehnung an Friedrich Schillers Gedicht „Ode an die Freude“ eröffnete der Schulleiter des Kurt-Huber-Gymnasiums, Hendrik Rehn, die Verleihung der Abiturzeugnisse. Vor acht Jahren hätten die Eltern der Absolventen den „freudebringenden Entschluss gefasst, ihr Kind dem KHG anzuvertrauen“. Dies sei nun der Abschluss und die Zeit, „gemeinsam die Leistung dieses Jahrgangs zu feiern“, so Rehn. Diese sei ja der Kern der Freude.

Jeder der 88 Abiturienten habe sich seine Leistung auf eigene Weise erarbeitet, und alle verdienten deshalb eine besondere Würdigung. Die besten Leistungen in diesem Jahr erbrachten, anders als in Schillers Gedicht, in dem nur Brüder vorkommen, die Schwestern. So gratulierte Direktor Hendrik Rehn Bettina Dietmair, die ihre Schullaufbahn mit einer glatten 1,0 beendete. Gefolgt von Christina Goß mit einem Schnitt von 1,1 sowie Svenja Efinger und Charlotte Köhler mit einer Abiturnote von 1,3. Der letzten Gruppe schloss sich Anton Kastenbauer an, der auch den zweiten Preis der Hans-Riegel-Stiftung für seine Seminararbeit gewonnen hatte. Insgesamt freute sich das Gräfelfinger Gymnasium über 23 Schüler mit einer Eins vor dem Komma.

Schulleiter Rehn, aus dessen Worten des Öfteren hervorblitzte, dass es der letzte Abiturjahrgang war, den er vor seinem eigenen Ausscheiden im kommenden Februar verabschiedete, betonte noch einmal, wie wichtig auch die sonstige Mitarbeit der Schüler für die Schulfamilie gewesen sei – ob als Tutor, Schulsprecher, Sanitäter oder Chormitglied. Und damit entließ er die 2017er-Abiturienten aus dem KHG-Mikrokosmos mit dem Wunsch: „Tragen Sie die Freude in die Welt, und nehmen Sie sich Zeit für die guten Zeiten.“

Ob die Zeit, die jetzt kommt, in einer Weltreise, einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder direkt in einer Ausbildung mündet, liege nun in der eigenen Verantwortung der Abgänger, sagte Bürgermeisterin Uta Wüst. Die Fähigkeit, diese Entscheidungen zu treffen, hätten die Schüler auf jeden Fall hier in den letzten acht Jahren erworben.

Für die beiden Redner des Q12-Jahrgangs, Elena Lenich und Linus Merkel – und damit sprachen sie sicherlich ihren Mitschülern aus dem Herzen – steht allerdings nun erst einmal die verdiente freie Zeit an. Nach einem launigen Ritt durch die musikalischen Ohrwürmer und sonstigen „mal mehr, mal weniger bekloppten Trends ihrer Schulzeit“, wie die Ice Bucket Challenge, gaben sie deshalb erst einmal die Devise für die nächsten Wochen vor: „Party first. Zukunft second.“

Carolin Högel

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