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Die Besuchergruppe besichtigt den neu gestalteten Außenbereich der Volksschule.

Tag der offenen Tür im neuen Anbau Süd der Volksschule Lochham

Ein Haus zum Wohlfühlen

Für die Grundschüler ist der Anblick nach fünf Wochen Schule schon Alltag. Jetzt durfte bei einem Tag der offenen Tür auch die interessierte Öffentlichkeit einen Blick in den neuen Gebäudetrakt der Volksschule Lochham (VSL) werfen.

Gräfelfing–  Zu sehen gab es jede Menge auf den 3000 Quadratmetern, die sich auf drei Ebenen pragmatisch, aber modern verteilen. Die vier Gruppenräume plus die jeweiligen Hausaufgabenzimmer im Souterrain bewohnen seit September die Hortkinder. Neben einer Teeküche und einem Mitarbeiterraum befindet sich hier am Ende des großen Flurs ein komfortabler Sport- und Spieleraum mit Kletterwand und Vogelnestschaukeln. Das Untergeschoss erstrahlt in einem warmen Gelbton, sodass bei den Kindern und Erziehern gar kein Kellergefühl aufkommen kann. Das Farbleitsystem hat Architekt Clemens Pollok übrigens stringent durchgezogen. Das Erdgeschoss, in dem die Nachmittagsbetreuung mit vier Gruppenräumen eine neue Heimat gefunden hat, leuchtet orange, während der Klassenzimmertrakt im ersten Stock ganz in Blau gehalten wurde.

Ein intelligentes Lichtsystem, das bei schlechtem Wetter die Beleuchtung automatisch heller macht, rundet das Ganze ab. Durch den Bau einer Flurschule und der damit eher einfachen architektonischen Struktur sei es möglich, pädagogisch schnell reagieren und die Räumlichkeiten für einen anderen Zweck umwandeln zu können, erläuterte Architekt Pollok bei seiner Führung. Wichtig sei ihm auch der durch von der Decke hängende Schallabsorber deutlich verbesserte Schallschutz – eine Voraussetzung für die Inklusion gehörgeschädigter Kinder. Ein besonderer Hingucker ist der stilisierte „Schulbaum“ im Eingangsbereich: Eine Säule und eine große Sitzfläche, auf der sich die Kinder niederlassen können, wie kleine, zwitschernde Vögel.

Bürgermeisterin Uta Wüst eröffnete die Besichtigungstour im sogenannten Kinderrestaurant in Parterre – einem hellen, luftigen Raum, in dem mittags bis zu 70 Kinder es sich schmecken lassen können. „Die Grundschüler sollten in dem neuen Haus Platz haben und sich wohlfühlen. Das war das Ziel dieser Baumaßnahme, und ich denke, das haben wir auch erreicht“, so Wüst.

Die Einführung der gebundenen Ganztagsschule und der erhöhte Raumbedarf beim benachbarten Kurt-Huber-Gymnasium hätten die Erweiterung des Schulcampus Lochham nötig gemacht, so Wüst. Durch den Auszug der Grundschule aus dem Nordtrakt der alten Grundschule böte sich jetzt dort Platz für eine weitere Pausenversorgung der Gymnasiasten, vor allem jedoch sollen Werkräume, Küche, Computerraum und Fotolabor des KHG eingerichtet werden.

Carolin Högel

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