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Die Anlieferung des Orterer-Getränkemarkt es muss wieder ausschließlich über den Kundenparkplatz (links) erfolgen; eine Ausnahmegenehmigung für die Westseite (re.) nahm der Bauausschuss nach Anwohner-Beschwerden zurück.

Nach Anwohner-Beschwerden

Orterer muss über Kundenparkplatz anliefern

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Das Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe im Bereich der Gräfelfinger Finkenstraße läuft alles andere als geräuschlos ab – und das buchstäblich.

Gräfelfing–Anwohner beschwerten sich über einen Probebetrieb für den Anlieferverkehr des Getränkemarktes. Daraufhin nahm der Bauausschuss die Ausnahmegenehmigung, die Orterer zuletzt als dauerhaft beantragt hatte, nun zurück.

Eigentlich sollte die Warenanlieferung für den Orterer-Getränkemarkt, die auch mit großen Lastwagen erfolgt, vom Kundenparkplatz im Norden aus geschehen. Eine Lösung, die für die Anwohner im Süden zwar die leiseste wäre, ansonsten aber viele Nachteile bis hin zur mangelhaften Verkehrssicherheit auf dem zeitweise hochfrequentierten Parkplatz mit sich brächte.

Aus diesem Grund hatte die Gemeinde dem Getränkemarkt vor knapp zwei Jahren im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung eine Anlieferung auch von Westen (Finkenstraße) aus erlaubt, mit der Auflage, diese auf die Zeit zwischen 9 und 16 Uhr zu beschränken.

An diese Vorgabe habe sich das Geschäft nicht immer gehalten, monierten die Nachbarn, und Gemeinderätin Marion Appelmann (CSU), die in der Nähe wohnt, bestätigte dies aus eigener Beobachtung. Appelmann: „Ich verstehe die Anwohner.“ Andererseits handelt es sich bei dem Gebiet nicht um ein Wohngebiet, das strengere Immissionswerte vorsehen würde, sondern es liegt eine Durchmischung von Wohnen und Gewerbe vor. Nach Ansicht des Gräfelfinger Bauamtes war die Beschränkung auf 9 bis 16 Uhr bereits ein Entgegenkommen der Firma.

In der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag schlug Walter Frank (CSU) als Lösung vor, die Finkenstraße zur Einbahnstraße in Richtung Würmtalstraße zu machen. Dann könnten Liefer-Lkw ohne Rangieren die Westflanke des Getränkemarktes anfahren und nachher durch die Finkenstraße weiterfahren, die trotzdem weniger Verkehr als heute hätte. Trotzdem stimmte der Bauausschuss dafür, die Ausnahmegenehmigung zurückzunehmen. Bürgermeisterin Uta Wüst ahnungsvoll: „Das wird wohl nicht das letzte Wort gewesen sein.“

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