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Besuch im Rathaus: Bürgermeisterin Uta Wüst mit der Gruppe aus Valence (Frankreich). 

Junge Franzosen zu Besuch

Austauschschülern gefällt es in Gräfelfing

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20 Schüler und zwei Lehrer aus dem französischen Valence besuchen in dieser Woche Gräfelfing und das Kurt-Huber-Gymnasium (KHG). Die Jugendlichen nehmen an dem Austauschprogramm des KHG und der Schule in Valence teil und wohnen so lange bei den Familien von KHG-Schülern.

Gräfelfing– Bereits seit vielen Jahren macht das KHG für seine jeweils zehnten Klassen ein Austauschprogramm mit Frankreich. In diesem Jahr weitete das Gymnasium den Austausch erstmals auf die achten Klassen aus. Nach dem aktuellen Besuch der 20 französischen Jugendlichen aus der dortigen siebten und achten Jahrgangsstufe fahren im Mai umgekehrt die 20 KHG-Achtklässler nach Valence.

Die französischen Schüler haben vor einigen Monaten mit dem Deutschlernen begonnen – und erleben im Würmtal und sonstigen Großraum München eine spannende Woche: So stehen unter anderem Ausflüge zum Klosters Andechs, dem Münchner Olympiapark und nach Berchtesgaden auf dem Programm.

Am KHG empfing Direktorin Anita Groß die französischen Schüler. Außerdem gab es eine Chemie-Show mit Vorführungen von Experimenten. Alle Schüler aus dem Würmtal und Frankreich sangen in einer Musikstunde gemeinsam bayerische Volkslieder – was den Franzosen so gut gefiel, dass sie die Lieder auch an ihrer Schule aufführen wollen. Auch sonst gefällt es den Jugendlichen in Gräfelfing laut eigener Aussage ausgesprochen gut – besonders „die vielen großen Autos, schönen Häuser, das Bier, die Brezen und die sehr netten Leute“, so die Jugendlichen auf Merkur-Nachfrage. Auch einige Unterschiede zu ihrem Heimatland sind der Gruppe aufgefallen: So würden in ihre Schule in Frankreich zwar genauso rund 800 Schüler wie auf das KHG gehen. Das Gräfelfinger Gymnasium sei aber „viel größer und schöner“. Außerdem gebe es in Frankreich so gut wie keine Ampeln für Fahrräder.

Bürgermeisterin führt Austauschschüler durchs Rathaus

Bürgermeisterin Uta Wüst zeigte der Gruppe der französischen Schüler und Lehrer am Mittwoch das Rathaus. „Als junges Mädchen wollte ich im Frankreich-Urlaub mal in einem schönen Hôtel de ville übernachten, bis ich gemerkt habe, dass das ja in Frankreich das Rathaus und kein Hotel ist. Auch bei uns wird hier nicht geschlafen, sondern gearbeitet“, sagte Wüst schmunzelnd. In ihrem Büro verriet die Bürgermeisterin den Jugendlichen, dass Besprechungen den Hauptteil ihrer Arbeit ausmachten und die Geburtenzahlen in Gräfelfing auf beinahe Null zurückgegangen seien, seitdem die Wolfartklinik ihre Geburtenstation geschlossen habe.

Uta Wüst zeigte der Gruppe auch das Trauungszimmer und den Sitzungssaal. Hier erzählte die Bürgermeisterin den Schülern bei einer Brotzeit mit einer Präsentation einiges über Gräfelfing – zum Beispiel, warum die Gewerbesteuern die wichtigste Einnahmequelle für die Gemeinde sind, was der Begriff Gartenstadt bedeutet und welche Feste die Gemeinde feiert. Bei einem Foto des Gräfelfinger Weinfests dachten einige französische Schüler zunächst an ein Bierfest wie das Oktoberfest. „Das ist etwas, was uns von München unterscheidet, dass wir ein Weinfest feiern“, entgegnete Wüst, die von KHG-Französischlehrerin Ursula Glogger übersetzt wurde.

Am Sonntag feiert das KHG mit den französischen Gästen einen Abschiedsabend mit einer Trachtengruppe.

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