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Bildschöne Eiche an der Rottenbucher Straße, gleichwohl auf Privatgrund. Sie könnte um den Gartenstadtpreis konkurrieren.

IGG-Preis für „ortsbildprägende Bäume“

Auszeichnung für private Baumriesen 

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Bäume auf Privatgrund tragen wesentlich zum „Gartenstadt“-Charakter Gräfelfings bei. Für besondere Exemplare vergibt die IGG den jetzt den „Gartenstadtpreis“

Gräfelfing– Wer Luftbilder von Gräfelfing sieht, versteht erst recht, was es mit der zum Schlagwort abgenutzten „Gartenstadt“ auf sich hat: Gräfelfing ist wirklich sehr grün. Das liegt nicht nur an öffentlichen Flächen wie den Wiesen am Anger und allgemein dem Grüngürtel der Würm, sondern zu großen Teilen an den größeren und kleineren privaten Grundstücken, die zum Teil recht dicht bewachsen sind. Das restriktive Baurecht mag der verwalterische Anteil daran sein; ohne Bürger, die ihre Gärten und namentlich ihre Bäume grün erhalten und pflegen wollen, sähe es – grauer aus.

Diese Bürgerschaft, ihre Einstellung und ihr zum Nachahmen animierendes Engagement hat die Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG) mit ihrem „Gartenstadtpreis“ im Blick. Heuer wird er zum vierten Mal ausgeschrieben und hat das Thema „Ortsbildprägende Bäume – auf dem eigenen Grundstück“.

In seiner Einladung zu einer Bewerbung schreibt der IGG-Vorstand: „Bäume prägen wesentlich den Charakter unserer Gartenstadt. Mit ihrer Wirkung steigern sie die Lebensqualität am Ort: Sie sind ästhetisch wertvoll aufgrund ihrer äußeren Gestalt, sind Schattenspender oder Lieferanten von Sauerstoff.“ Ob als Baumgruppe oder Solitär auf dem privaten Grundstück, wirkten Bäume in den öffentlichen Raum. Eichen, Linden, Ahorn, Ulmen, Eschen, Buchen, Waldkiefern oder Douglasien würden nicht nur das Auge erfreuen, sondern seien auch Lebensgrundlage vieler Tiere.

Wer einen solchen Baum auf seinem Grundstück hat, kann sich mit einer formlosen Kurzbeschreibung des Baumes samt ein bis drei Fotos bewerben. Dabei sollen die prägnanten Stärken des Baumes zum Ausdruck kommen und ein kleiner Plan seinen Standort verdeutlichen. Die Bewerbung geht an Nicolaus von Welck, Sämannstraße 7 a, 82166 Gräfelfing oder an igg.nwelck@gmail.com. Einseindeschluss ist Freitag, der 6. Oktober.

Die Jury bilden die Landschaftsarchitektinnen Ursula Fisel (Lochham) und Ulrike Tuchnitz (Gräfelfing) sowie Gemeinderat und IGG-Vize Mathias Pollok und IGG-Vorsitzender Nicolaus von Welck. Die Preisverleihung findet Ende Oktober im Bürgerhaus statt; der genaue Termin steht noch nicht fest.

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