+
Gratulation mit Gartenschlauch: Elisabeth Breiter (Mitte) empfing Dank und Anerkennung von Bürgermeisterin Uta Wüst (re.) und Landrat Christoph Göbel.  

Elisabeth Breiter geht in Rente

Abschied von einer Unermüdlichen

  • schließen

Mit einer würdigen kleinen Feier hat die Gemeinde Gräfelfing am Freitag Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter in den Ruhestand verabschiedet.

Gräfelfing– Zu dem Empfang auf der Dachterrasse des Rathauses waren nicht nur sämtliche Rathausmitarbeiter und Gemeinderäte geladen, sondern auch zahlreiche Wegbegleiter Breiters aus Behörden, Firmen und Verbänden, vom Würmtal-Zweckverband bis zu Planungsbüros und Bauunternehmen.

Bürgermeisterin Uta Wüst gelang eine humorvolle und treffende Charakterisierung der Architektin, die 28 Berufsjahre in den Dienst der Gemeinde Gräfelfing stellte und in dieser Zeit ein unglaubliches Pensum an Baustellen und Projekten stemmte. Sie beschrieb „eine Person mit Schuhtick“, einem Hang zur schwarzen Farbe, zu Golf, schnellen schwarzen Autos, eine Meisterin am Herd (obwohl man ihrer Figur das nicht ansehe) und am Computer, wenn es um Excel-Tabellen gehe. Sie sei für manchen Spaß zu haben, könne aber auch ein Donnerwetter loslassen, sei Freigeist, Alpha- und Arbeitstier in einem.

Als Beispiele für Breiters logistische Meisterstücke beschrieb Wüst den komplexen Umbau der Gräfelfinger Bahnhofstraße West und die Fähigkeit, binnen drei Monaten einen Kindergarten aus dem Boden zu stampfen – was Elisabeth Breiter gleich dreimal gelang.

Landrat Christoph Göbel gestand Breiter in seiner Gratulation schmunzelnd, dass er stets lieber „Bürgermeister unter Ihnen war, als Arbeiter auf einer Ihrer Baustellen“. Göbel: „Wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat, war sie nicht mehr davon abzubringen. Das war das Glück der Gemeinde Gräfelfing, die Elisabeth Breiter sehr viel zu verdanken hat.“ Wann immer wirklich Lösungen gebraucht wurden, habe Breiter sie gefunden – „auch mit viel Mut gegenüber Prüfungsinstanzen“. Die unbürokratische, selbstständige und von manchem als hemdsärmelig empfundene Arbeitsweise Breiters förderte herausragende Ergebnisse zutage – auch, weil sie einen Draht zu den Menschen des Baugewerbes hatte und den Ton traf.

Elisabeth Breiters Amtszeit als Bauamtsleiterin endet in zwei Wochen. Trotzdem wird sie vorerst weiterhin im Gräfelfinger Rathaus ein und aus gehen: Bis zum Jahresende bleibt Breiter Geschäftsführerin der Fernwärmenetz Gräfelfing GmbH und kümmert sich um den Start des Geothermie-Projektes der Kommune, bis ihr Vertrag Ende Dezember ausläuft.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Küchenstudio eröffnet inder Bahnhofstraße
Planegg bekommt ein weiteres Küchenstudio: In die Räume in der Bahnhofstraße 7, in denen bis zum Sommer Feinkost Käfer war, zieht „Küchen Treff“ ein. Der …
Küchenstudio eröffnet inder Bahnhofstraße
78 Medaillen für deutsche Brauereien
In Nürnberg wurde prämiert, was im Würmtal erschmeckt wurde: 145 Biertester hatten sich Mitte Oktober in Gräfelfing durch 2483 Biere gekostet. Die hieraus hervorgegangen …
78 Medaillen für deutsche Brauereien
Fleißige Männer zum Müßiggang verdammt
Sie sind fleißig, sie wollen arbeiten und Geld verdienen. Doch das Landratsamt Starnberg verlängert ihre Arbeitserlaubnis nicht. Jetzt langweilen sich zwei Pakistanis, …
Fleißige Männer zum Müßiggang verdammt
Einstimmig in den Wahlkampf
Will man das Programm der momentan kleinsten Fraktion im Neurieder Gemeinderat, der von Bündnis 90/Die Grünen, auf einen Nenner bringen, dann hieße dies sicherlich …
Einstimmig in den Wahlkampf

Kommentare