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Das Bürogebäude mit Wohnungen muss energetisch saniert werden. Zuvor will der Bauausschuss die Potenziale des gesamten Bauhof-Geländes prüfen lassen. 

Bauhof Gräfelfing

Nachdenken über Neubauten

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Die notwendige energetische Sanierung des Büro- und Wohngebäudes am Gräfelfinger Bauhof könnte sich zu einem deutlich größeren Neubau auswachsen. Der Bauausschuss empfahl dem Gemeinderat jetzt eine weit umfassendere Prüfung der Möglichkeiten als bisher.

GräfelfingUrsprünglich sollte das Gremium lediglich die Sanierungsmaßnahmen diskutieren und vorberatend beschließen, wie sie Ingenieur Markus Staller bereits empfohlen hatte (wir berichteten). Demnach wäre eine Erneuerung der Fassade samt Fenstern geboten, außerdem eine Dämmung der Kellerdecke sowie zusätzliche Balkone für die vier Wohnungen in den Obergeschossen empfohlen. Die Gesamtkosten würden dafür bei gut 500 000 Euro liegen, so Markus Staller.

Gegen diese nötigen bis sinnvollen Maßnahmen gab es auch keinen Widerspruch in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag. Doch auf Anfrage von Marion Appelmann (CSU) und dringendes Anraten des beratenden Architekten Bertold Ziersch herrschte schnell Einigkeit, vor der Sanierung den Blick zu weiten und das gesamte Ensemble auf seine Potenziale zu untersuchen.

Marion Appelmann fragte, ob mittelfristig eine komplette Neuplanung auf dem Bauhofgelände angedacht sei. Diesen Gedanken hatte auch schon Florian Ernstberger (BVGL) in der Beratung im Frühsommer geäußert. Damals hatte die Antwort von Verwaltung und Bürgermeisterin Uta Wüst gelautet: vorläufig nicht.

Jetzt wies Bertold Ziersch darauf hin, dass auf diesem gemeindlichen Grundstück das Baurecht bei Weitem nicht ausgereizt sei. Wenn die Lage im Gewerbegebiet auch keinen Wohnungsbau erlaube, wie Bauamtsleiter Markus Ramsauer feststellte, sei doch beispielsweise die Schaffung zusätzlicher Büroräume denkbar – und somit eine wirtschaftlichere Nutzung des Grundstücks.

Überdies regte Bertold Ziersch dringend an, auch eine Innensanierung des Bestandsgebäudes zu prüfen und mit den Kosten eines Neubaus zu vergleichen. So erging die einstimmige Beschlussempfehlung an den Gemeinderat, vor etwaigen energetischen Sanierungsmaßnahmen einen Kostenvergleich von Sanierung und Neubau des Bestandsgebäudes vorzunehmen und eine stufenweise Erweiterung des gesamten Gebäudekomplexes samt Fahrzeughallen durch Neubauten in einer Planungsstudie zu untersuchen.

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