Gräfelfinger Mobilfunkkonzept

Baurecht für ersten40-Meter-Mast erteilt

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Ein erster großer Schritt zur  Umsetzung des Gräfelfinger Mobilfunkkonzeptes steht wohl direkt bevor: Das Landratsamt hat den Bauantrag für einen 40-Meter-Mast nördlich des TSV Gräfelfing genehmigt.

Gräfelfing– Ab sofort kann der Mobilfunkanbieter Telefonica O2 mit dem Bau beginnen.Das Landratsamt München hat einem Bauantrag des Mobilfunkanbieters Telefonica O2 zugestimmt. Geplant ist ein 40 Meter hoher Mast in Stahlgitterbauweise in dem Fichtenwäldchen nördlich des TSV-Geländes an der Gräfelfinger Jahnstraße. Bereits im Mai letzten Jahres hatte die Gemeinde ihr Einvernehmen erklärt, entsprechen die Pläne doch ihrem eigenen Mobilfunkkonzept.

Zuvor hatten Anwohner den einschlägigen Bebauungsplan 1 D heftig kritisiert und auch juristisch angegriffen. Im August 2013 jedoch urteilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH), das Gräfelfinger Mobilfunkkonzept insgesamt sei rechtlich nicht zu beanstanden und namentlich der Bebauungsplan 1 D mit dem dafür wichtigen Standort 10 zulässig.

Das Mobilfunkkonzept sieht vor, die bisherigen Mobilfunkstandorte in Wohngebieten zu verbieten und mittelfristig aufzulösen, zugunsten weniger Großstandorte, die möglichst außerhalb der Wohngebiete liegen. Damit soll das Ziel eines flächendeckenden, zeitgemäßen Mobilfunkangebots mit gleichzeitig möglichst geringer Strahlenbelastung in den Wohngebieten erreicht werden.

Der neue Standort 10 soll vor allem den bisherigen Standort auf dem gemeindlichen Gebäude Freihamer Straße 2 ersetzen. Diesen teilen sich bisher Telefonica O2 und Vodafone, und die Gemeinde hat die Mietverträge bereits vor Jahren gekündigt. Der Fortbetrieb ist nur bis zur Fertigstellung des neuen Standorts geduldet, ein weiterer Ausbau beispielsweise für LTE-Technik in der Freihamer Straße ausgeschlossen.

Nun geht die Gemeinde davon aus, dass noch in diesem Jahr der 40-Meter-Mast errichtet wird und der Umzug beider Betreiber sukzessive stattfindet. Der neue Mast ist bewusst so konzipiert, dass mehrere Betreiber ihn sich teilen können. Von Telefonica O2 war am Dienstag auf Anfrage noch keine Stellungnahme zum weiteren Zeitplan zu bekommen.

Der zweite umstrittene, gleichwohl für das Gräfelfinger Mobilfunkkonzept unverzichtbare Positivstandort liegt auf dem Max-Dieckmann-Platz (Neunerberg) an der Ortsgrenze zu Planegg. Hier wehrt sich neben den direkten Nachbarn auch die Nachbarkommune gegen die Pläne. Allerdings besteht für diesen Mobilfunkmast noch kein Baurecht, und die Terminzwänge sind weniger stark: Der Mast soll vor allem als Ersatz des Standorts Bahnhofstraße 77 dienen, den die Telekom betreibt. Dort läuft die Betriebsgenehmigung erst in knapp fünf Jahren, Ende Dezember 2021, aus.

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