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Mittags in der Scharnitzer Straße: Für Hunderte Schüler ist dies der tägliche Weg zum und vom Lochhamer Campus. Die Radfahrer unter ihnen müssen nun für drei Monate eine andere Route wählen.

Scharnitzer Strasse drei Monate gesperrt

Beliebter Schulweg wird saniert

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Kaum aus den Ferien zurückgekehrt, müssen viele Gräfelfinger Schüler sich ab nächster Woche bereits an einen neuen Schulweg gewöhnen: Die Scharnitzer Straße wird wegen Komplettsanierung für drei Monate kaum nutzbar sein.

Gräfelfing– Die Scharnitzer Straße ist eine der Hauptzufahrtsstraßen zum Schulcampus Lochham – und sie ist ein Flickenteppich. Über die Jahre wurden so viele Leitungsgräben geöffnet und frisch verschlossen, dass nur noch rund ein Fünftel der Straße Originalbestand ist. Entsprechend wichtig war es Roland Strecker, der seit diesem Sommer im Gräfelfinger Bauamt für den Tiefbau zuständig ist, zumindest den nördlichen Bereich, zwischen Rottenbucher Straße und Höhe Hausnummer 30, noch in diesem Jahr zu sanieren. Bei den rund 400 Metern Baustellenlänge ist das gerade mal die Hälfte der Scharnitzer Straße.

Doch in dieser Hälfte liegt auch die Zufahrt zum Schulcampus, und Hunderte Schüler radeln jeden Morgen und Mittag durch die Scharnitzer Straße. Das wird ab Montag, 17. September, nicht mehr möglich sein. „Wir müssen den Straßenabschnitt während der Bauphase aus Sicherheitsgründen praktisch ganz sperren“, sagt Roland Strecker. Zwar werde jeweils ein Gehweg nutzbar bleiben, und auch die Anlieger sollen meist bis zu ihrem Grundstück fahren können. Doch für den allgemeinen Verkehr, die radelnden Schüler insbesondere, wird die Straße bis etwa Mitte Dezember tabu sein. Als Umleitung und Alternative verweist die Gemeinde auf die Zufahrten über Adalbert-Stifter-Straße, Himbselweg und den Forstweg parallel zu den Gleisen.

„Wir haben die Baumaßnahme und Umleitungsstrecken den Schulen mitgeteilt, die die Information an Schüler und Eltern weitergeben“, so Roland Strecker. Trotzdem haben Bauverwaltung und die erfahrene Baufirma Strabag keine Mühen gescheut, um bei der Baustelleneinrichtung und dem Ablauf der Arbeiten möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten. Schon in der Ausschreibung war festgehalten, dass es sich um einen hoch frequentierten Schulweg handle und deshalb mit Mehraufwänden zu rechnen sei. Strecker: „Wir haben die Baufirma extrem sensibilisiert für das Thema Sicherheit.“ Zusätzlich stellt das Ingenieurbüro Haas, das auch die Bauaufsicht hat, eigens einen Sicherheits- und Gesundheitskoordinator, wie es im Fachjargon heißt, der die Abläufe stets im Blick hat.

Die gesamte Maßnahme in den Sommerferien zu absolvieren, wäre laut Strecker keine Option gewesen. Zum einen, weil die Zeit von sechs Wochen bei weitem nicht gereicht hätte. Zum anderen, weil die Baufirmen in der Ferienzeit einen Zuschlag von rund 100 Prozent verlangen. Ohnehin wird die Sanierung mit gut 700 000 Euro deutlich teurer als gedacht. Bohrungen ergaben, dass ein Großteil des Aushubmaterials mit Teer verseucht ist und als Sondermüll entsorgt werden muss. Mit der Sanierung erhält die Straße neue Gehwege, gepflastert mit der Münchner Gehwegplatte, eine begradigte, 5,5 Meter breite Fahrbahn und LED-Beleuchtung.

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