Freuen sich auf den 17. European Beer Star , auch wenn Corona die Durchführung erschwert: Doemens-Geschäftsführer Werner Gloßner (li.) und Organisator Kilian Kittl.
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Freuen sich auf den 17. European Beer Star , auch wenn Corona die Durchführung erschwert: Doemens-Geschäftsführer Werner Gloßner (li.) und Organisator Kilian Kittl.

Doemens-Brauakademie

Bier-Wettbewerb als „Lebenszeichen der Branche“

  • Victoria Strachwitz
    vonVictoria Strachwitz
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Ein Rekord jagt den nächsten. So war das bislang beim European Beer Star. Der Bierverkostungswettbewerb wird ab Donnerstag zum 17. Mal in der Gräfelfinger Brauakademie Doemens ausgetragen. Die Pandemie sorgt dafür, dass dieses Jahr alles anders läuft. In Gräfelfing stapelt sich etwas weniger Bier als zuvor, und es werden auch weniger Verkoster erwartet als sonst.

Gräfelfing – Doch Rekorde werden auch heuer verzeichnet. Der Wettbewerb dauert länger, und die einzelnen Juroren müssen deutlich mehr Bier aus aller Welt bewerten als sonst. Im vergangenen Jahr testeten rund 150 Juroren 2483 Biere. Heuer werden rund 70 Verkoster 2036 Biere probieren. „Das ist nicht optimal“, sagt der Organisator vom Verband Privater Brauereien, Kilian Kittl. Raumgrößen und der nötige Mindestabstand von zwei Metern zwischen den einzelnen Verkostern ließen aber nicht mehr zu. Jeder Juror wird nun an maximal neun Verkostungsrunden pro Tag teilnehmen. „Das ist das Maximum, was man einem Verkoster zumuten kann.“ Entsprechend gehe der Wettbewerb heuer einen Tag länger.

Großer Andrang auf Juroren-Plätze

Der Andrang auf die Jurorenplätze sei aber auch in diesem Jahr groß gewesen, berichtet Kittl. „Wir haben im Juni gesagt, dass wir nur europäische Juroren einladen.“ Bei allen anderen sei nicht sicherzustellen gewesen, ob sie reisen könnten. Die Zahl der Juroren schwankt trotzdem bis zuletzt. „Wir haben jetzt jeden ausgeladen, der aus einem Risikogebiet kommt.“ Erst habe es die Tschechen getroffen. Dann einen Juror aus Ütrecht. Heuer ist Flexibilität gefragt – „und bissl ein dickes Fell“, meint Kittl.

Den Wettbewerb abzusagen, sei nicht infrage gekommen. „Wir wollten ein Lebenszeichen der Branche senden.“ Diese atme allmählich etwas auf. Brauereien mit hohem Fassbieranteil habe die Krise stärker getroffen. Brauereien mit viel Flaschenbier „hatten teils so ein gutes Jahr wie nie“, so Kittl. Der Sommer habe allen wehgetan, „aber die Stimmung könnte schlechter sein“.

Preise in 70 Bier-Kategorien

In Gräfelfing soll ab Donnerstag nach vorne geschaut werden. In jeder Kategorie werden die drei besten Biere mit einem Gold-, Silber- und Bronze-Award ausgezeichnet. Insgesamt gibt es 70 Kategorien; neu sind die Bierstile „Bohemian-Style Session Lager“, „Austrian-Style Märzen“, „Speciality IPA“, „English-Style Strong Ale“ und „Non-Alcoholic Hoppy Beer“. Das Bier ist bereits größtenteils in Gräfelfing angekommen. Für Mittwochabend werden die Juroren in München im Hotel erwartet. Ihre Einweisung erfolgte vorab Online. „Es ist ein Aufwand, aber er ist es wert“, ist Kilian Kittl überzeugt. Die verschiedenen Auszeichnungen werden am Mittwoch, 11. November, im Rahmen der BrauBeviale in Nürnberg verliehen.

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