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Wenn der Buchsbaumzünsler eine Pflanze befällt, ist das meistens ihr Todesurteil.

Gräfelfinger Friedhof

Bürger müssen befallene Buchsbäume selbst ausgraben

  • Martin Schullerus
    vonMartin Schullerus
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Gräfelfinger Bürger, deren Buchsbäume auf dem Friedhof vom Zünsler befallen sind, müssen weiterhin selbst dafür sorgen, die Sträucher samt Wurzelwerk zu entfernen. Der Gemeinderat beschloss, lediglich die Entsorgung zu übernehmen.

GräfelfingFällt der Buchsbaumzünsler, eine Raupe, über die Pflanzen her, kommt meist jede Rettung zu spät. Die Buchsbäume sterben ab und müssen, um den Schädling möglichst restlos zu beseitigen, nicht nur ausgegraben, sondern auch verbrannt werden.

Florian Ernstberger hatte in einem Antrag darauf hingewiesen, dass Senioren körperlich nicht in der Lage sein könnten, die Pflanzen samt Wurzelwerk zu entfernen. Damit die befallenen Buchsbäume nicht stehen blieben, solle angesichts dieser Ausnahmesituation die Gemeinde einspringen.

Bürgermeisterin Uta Wüst sagte in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag, es sei unverhältnismäßig, über 3000 Grabeigentümer anzuschreiben und dieses Angebot zu machen; übrigens seien die Gemeindegärtner „gut ausgelastet“. Ohne Rücksprache mit den jeweiligen Grabeigentümern sei ein Einschreiten auch nicht vertretbar.

Deshalb schlug die Verwaltung vor, lediglich Container für befallene Buchsbäume auf dem Friedhof aufzustellen, die Entsorgung zu übernehmen und die Bürger per Anzeige darüber zu informieren.

Florian Ernstberger wandte ein, dass Briefe für jeden Grabinhaber auch im Falle seines Antrags nicht nötig seien, sondern eine Anzeige mit dem Angebot der Gemeinde ebenfalls reiche, damit Betroffene sich melden könnten. Trotzdem kam nur der Verwaltungsvorschlag zur Abstimmung und wurde mit 15:8 Stimmen beschlossen.

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