Bürgerinitiative Gräfelfing gibt ihr großes Ziel nicht auf

„Die St. 2063 neu ist immer noch möglich“

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Ein Runder Tisch zum Thema Verkehrsbelastung der Bürger durch die Staatsstraße 2063 ist für die Bürgerinitiative Gräfelfing enttäuschend verlaufen. Trotzdem wollen Ingrid Saller und ihre Mitstreiter nicht aufgeben, sondern sich im Gegenteil besser organisieren, hartnäckiger vorgehen und auf ihr großes Ziel hinarbeiten – die St. 2063 neu.

Gräfelfing– Bei dem Termin, an dem unter anderem Vertreter der Gemeinde, des Staatlichen Bauamtes Freising, der Polizei und der Bürgerinitiative teilnahmen, musste Bürgermeisterin Uta Wüst (IGG) sich Kritik anhören. Ingrid Saller, die mit ihrer Familie zu den lärmgeplagten Anwohnern der Pasinger Straße gehört, kritisierte die einstige „Kampagne“ von IGG, Grünen und SPD gegen die St. 2063 neu, die im Bürgerentscheid auch prompt abgelehnt wurde. Damit, so ein Vertreter des Staatlichen Bauamtes Freising bei dem Treffen, sei eine historische Chance verpasst worden. Schließlich habe die Umgehungsstraße damals oberste Priorität im Ausbauplan der Regierung genossen, und die Kosten hätte zum Großteil der Freistaat übernommen. Der nächste Ausbauplan komme voraussichtlich erst im Jahr 2021.

Die von den Gegnern als Alternative angebotenen kleinen Maßnahmen hätten sich hingegen als teils unwirksam, teils nicht umsetzbar erwiesen, zürnte Saller.

Mittlerweile sieht auch die IGG den Bedarf einer Umgehungsstraße ein, und die Bürgermeisterin propagiert die „kommunale Entlastungsstraße“. Für die Bürgerinitiative ist dies zu wenig. Ingrid Saller: „Ohne Verlegung der Autobahnausfahrt und Umwidmung der Staatsstraße zur Gemeindestraße ist eine echte Entlastung nicht zu erwarten und die neue Straße nur ein teurer Schmarrn.“ Die Bürgermeisterin schließt eine Verlegung der Autobahnausfahrt aus, zumal die Autobahndirektion ihre Einwilligung zu der zweiten Ausfahrt gegeben hat (wir berichteten).

Nun will die Bürgerinitiative zwar weiter auf Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen wie Flüsterasphalt, Tempolimits und -kontrollen setzen. Vor allem jedoch mit neuem Elan die Gunst der Stunde nutzen. Ingrid Saller: „Das Thema liegt jetzt auf dem Tisch. Wir wollen die Diskussion im Gemeinderat beeinflussen und zugleich Gespräche mit Planegg aufnehmen, um doch noch die St. 2063 neu zu bekommen.“ Dafür müsse die Bürgerinitiative sich besser organisieren. Das soll bereits bei einem Treffen am nächsten Mittwoch anlaufen.

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