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Fester Blick auf die nächste Kommunalwahl (v.li.): BVGL-Fraktionschef Florian Renner, 2. Vorsitzender Florian Bals und 1. Vorsitzender Olaf Grohmann.  

Mitgliederversammlung

Bürgerverein läuft sich für die Wahl warm

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Die nächste Kommunalwahl steht erst im Frühjahr 2020 an, doch der Bürgerverein Gräfelfing-Lochham (BVGL) will sich frühzeitig für den Wahlkampf rüsten – nämlich ab sofort.

Gräfelfing– Bei einer Mitgliederversammlung kündigte Vorsitzender Olaf Grohmann an, die Mitgliederwerbung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Themenwahl zu forcieren. Grundsätzlich sieht sich der Bürgerverein gut aufgestellt und will Kontinuität ausstrahlen. Man stehe weiter für eine Umgehungsstraße 2063 neu ein, für Geothermie, bezahlbaren Wohnraum und die Umgestaltung des Rudolf- und Maria-Gunst-Hauses, so Grohmann. Und die Mitgliederzahl ist nach BVGL-Darstellung mit rund 140 die größte aller politischen Gruppierungen am Ort. Doch außer dem etablierten Neujahrskonzert in der Aussegnungshalle, dessen Erlös stets karitativ gespendet wird, konnte Grohmann auf keine großen BVGL-Aktionen im letzten Jahr verweisen; eine Aufmunterung und Vitalisierung des Vereins für kommende Aufgaben erscheint dem Vorsitzenden offenbar angebracht.

Weit mehr Aufmunterung und Tatendrang benötigt nach Darstellung von Florian Renner indes Bürgermeisterin Uta Wüst. Wie schon in den Vorjahren, nahm der BVGL-Fraktionsvorsitzende in seinem Bericht aus dem Gemeinderat kein Blatt vor den Mund und kritisierte die Rathaus-Chefin so deutlich, wie das ansonsten nur die CSU tut. Es gebe „keine neuen Projekte und Konzepte“; die Bürgermeisterin verwalte einfach das Erbe ihres Vorgängers Göbel, und das „langsam und mühsam“. Es sei keine eigene Zielrichtung zu erkennen, „nur Reaktion auf Strömungen aus dem Gemeinderat“.

So gebe es bei der von Uta Wüst propagierten Entlastungsstraße, die ohnehin nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ wäre, „keine Planung, nur Visionen“. Nicht einmal ein erster Abschnitt, der dringend sanierungswürdige Neurieder Weg, werde umgesetzt – trotz jahrelanger Ankündigungen fehlten bis heute noch Grundstücke. Zu langsam gehe es auch mit einer Umgestaltung des Gunst-Hauses voran, und am Jahnplatz tue sich einfach gar nichts. Selbst bei dem wichtigen Thema Geothermie sei seit der Übernahme der Bohrrechte durch die Gemeinde festzustellen: „Es zieht sich sehr hin.“

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