Entdeckung von Gräfelfinger Unternehmen

Tests zeigen: UVC-Strahlung tötet Coronavirus ab - Entdeckung könnte vieles verändern

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99,4 Prozent der Coronaviren werden mit kurzwelliger, energiereicher UVC-Strahlung binnen weniger Sekunden abgetötet. Diese Entdeckung könnte viel verändern.

  • In einem Labor in Frankfurt wurde die Bestrahlung von Coronaviren mit Geräten des Gräfelfinger Unternehmens Dr. Hönle AG getestet.
  • Die Viren wurden mit UVC-Entladungslampen sowie UV-LED bestrahlt.
  • Die Abtötungsrate des Virus lag bei 99,4 Prozent - die Ergebnisse der Tests könnten weitreichende Folgen haben.

Gräfelfing – Mitarbeiter des Instituts für Medizinische Virologie des Universitätsklinikum Frankfurt testeten in der vergangenen Woche die Bestrahlung von Coronaviren mit Geräten der Dr. Hönle-Serien Stericube und Steriair. „Die gezüchteten und sich in Petrischalen befindenden Viren wurden in einem S3-Labor bestrahlt, was für Sicherheitsstufe 3, die zweithöchste Labor-Sicherheitsstufe, steht“, erzählt Dieter Stirner, Vertriebsleiter bei Dr. Hönle. Die gezüchteten Coronaviren wurden aus unterschiedlicher Entfernung und Länge „mit den beiden Techniken UVC-Entladungslampen sowie UV-LED bestrahlt“, erklärt Stirner. 

Coronavirus-Entdeckung: Fast alle Coronaviren bei Labortest durch UVC-Strahlung abgetötet

Die insgesamt in dem Labor erreichte Abtötungsrate mit beiden Techniken lag bei 99,4 Prozent. Fast alle Coronaviren konnten also durch die UVC-Strahlung deaktiviert und unschädlich gemacht werden. Stets waren dafür nur wenige Sekunden notwendig – ein großer Erfolg im Kampf gegen die SARS-CoV-2-Viren, den viele Experten schon vermutet hatten und der jetzt auch wissenschaftlich bewiesen wurde. Das Gräfelfinger Unternehmen hatte die Versuche in Frankfurt machen lassen, da in dem dortigen Labor noch kurzfristig Kapazitäten frei waren. In Kürze soll es noch weitere Versuche am Fraunhofer-Institut geben.

Coronavirus-Karte: Ein Data-Scientists-Team aus Deutschland zeigt, wie die Virus-Ausbreitung in Echtzeit verläuft - auch weltweite Zahlen sind abrufbar.

Corona: Durch UVC-Bestrahlung - Infektionsrisiko mit Covid-19 lässt sich minimieren

Durch die Frankfurter Ergebnisse ist aber bereits klar, dass sich durch UVC-Bestrahlung das Infektionsrisiko mit Covid-19 in der Luft oder durch Oberflächen minimieren lässt – zum Beispiel, wenn sich das Virus auf Schutzanzügen, Büchern, Lehrmitteln in Schulen und Unis, Brillen bei einem Optiker, Schuhen und Handtaschen in einem Geschäft oder auf Geld befindet. 

Als Erstes hatte sich deutschlandweit ein 33-jähriger Bayer mit dem Coronavirus infiziert. Er wurde im Münchner Klinikum Schwabing behandelt. Wieso dort?

Coronavirus in Bayern: UVC-Strahlung könnte Luft entkeimen - zum Beispiel im Wartezimmer

Auch die Entkeimung der Luft etwa von Wartezimmern, Gasträumen, Küchen sowie Klassenzimmern ist durch die UVC-Strahlung möglich. Die Dr. Hönle AG hat daher ihre Geräteserien Stericube und Steriair weiter für den Corona-Einsatz modifiziert. Die Geräte, die für die UVC-Bestrahlung einsetzbar sind, sind je nach Entladungs- oder LED-Technik, Geräteart und Stückzahl für 500 bis einige Tausend Euro direkt bei Dr. Hönle erhältlich.

Die Dr. Hönle AG mit Sitz in Gräfelfing gehört zu den weltweit führenden Anbietern für industrielle UV-Technologie. Die Gräfelfinger entwickeln, produzieren und vertreiben UV-/LED-UV-Anlagen, UV-Strahler sowie UV-Messtechnik.  

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Das Coronavirus ist seit Wochen in den Schlagzeilen. Das Virus scheint hoch ansteckend und breitet sich rasant aus. Dabei ist die erste Meldung über diese Lungenerkrankung nicht lange her.

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Rubriklistenbild: © Dr. Hönle AG

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