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Coworking-Arbeitsplätze sollen im ehemaligen Sparkassengebäude entstehen.

Gemeinde kurz vor Vertragsabschluss

Am Jahnplatz soll mehr Leben einkehren

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Der Lochhamer Jahnplatz soll bald lebendiger werden – zumindest ein bisschen.

Gräfelfing– Während es bezüglich des ehemaligen Postgrundstücks mit der klaffenden Baugrube noch keinen Durchbruch zu vermelden gibt, steht die Gemeinde Gräfelfing wohl kurz vor Vertragsabschluss mit einem Mieter für das frühere Sparkassen-Gebäude.

Die Suche nach einem Nutzer der Immobilie, die seit März 2017 der Gemeinde gehört und schon länger leer steht, gestaltete sich schwierig. Zum einen, weil die Kommune zumindest für das Erdgeschoss eine auch gastronomische Nutzung mit Publikumsverkehr wünschte, um den Platz etwas zu beleben. „Mehrere Gastronome haben es sich angesehen, doch es war ihnen allen zu klein“, so Bürgermeisterin Uta Wüst.

Hinzu kam, dass im Foyer noch ein Geldautomat steht, der in Betrieb bleiben soll, und im Keller die Schließfächer aus Sparkassen-Zeiten liegen, für die kaum jemand Verwendung hatte. Wüst: „Es war alles sehr auf die Nutzung als Bank zugeschnitten.“

Schließlich fand sich unter Vermittlung der Wirtschaftsförderung im Rathaus ein Gräfelfinger Unternehmen als ernsthafter Interessent. Dem Vernehmen nach will die Firma in den Räumen vor allem so genannte Coworking-Arbeitsplätze anbieten. Damit bezeichnet man den Trend, sich als Kleinunternehmer einen Platz in einem Großraumbüro zu mieten, das die gesamte Infrastruktur bietet – einschließlich „Kollegen“.

Diese Mieter könnten auch Interesse an einem der Schließfächer für ihre wichtigen Unterlagen haben, die sie nicht zu Hause aufbewahren wollen. Wichtiger noch: Die Firma will auch vertraglich zusichern, einen kleinen Café-Betrieb zu unterhalten – vornehmlich für die Mieter, aber wohl auch für Passanten.

Die Gemeinde ließ von Architektin Kathrin Fritsche Vorschläge erarbeiten, wie die Räume durch bauliche Anpassungen besser nutzbar und vermietbar werden könnten. Demzufolge soll es eine Fassade mit bodentiefen Glaselementen geben, und das Foyer mit dem Geldautomaten soll aus dem zentralen Bereich an eine Seite rücken. Uta Wüst: „Ich bin zuversichtlich, dass wir zeitnah zu einer Einigung kommen.“ 

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