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Der Tempo-Anzeige der Gemeinde folgte ein Tempolimit des Landratsamtes in der Pasinger Straße – mit positiver Auswirkung auf den Verkehrslärm an der Staatsstraße.

Dankbriefe an Landratsamt und Gemeinde

Bürgerinitiative bestätigt Wirkung des Tempolimits

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Das Landratsamt hat auf einem Teilstück der Pasinger Straße in Gräfelfing tagsüber Tempo 30 angeordnet. Die Anwohner sind hoch zufrieden und schreiben Dankesbriefe.

Gräfelfing – Wer Bürgerinitiativen überwiegend als nervende, maulende und ich-bezogene Einforderer von Partikularinteressen einordnet, täuscht sich in diesem Fall: Die „BIG Bürgerinitiative Gräfelfing – Verkehrsentlastung Würmtal“, für die vor allem das Ehepaar Ingrid und Klaus Saller verantwortlich zeichnet, hat eine Teilerfüllung ihrer Forderungen nicht nur anerkannt, sondern regelrechte Dankesbriefe an die Gemeinde Gräfelfing und das Landratsamt München verschickt.

Es war praktisch für jeden in Gräfelfing eine große Überraschung, als das Landratsamt München auf der Pasinger Straße (St 2063) zwischen Friedhof und der großen Kreuzung mit der Würmtal-/Bahnhofstraße Tempo 30 tagsüber anordnete. Auch wenn den Anwohnern ein Tempolimit nachts, das sich auf der Staatsstraße allerdings schwerer rechtfertigen ließe – mindestens so wichtig war, nehmen sie die nun eingetretenen Erleichterungen vor allem bei der Lärmentwicklung dankend wahr.

„Im Namen der Bürgerinitiative Gräfelfing sagen wir recht herzlich Danke für die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h“, schreibt die BIG an Landrat Christoph Göbel. Auch wenn sich noch nicht alle Autofahrer umgestellt hätten, würden die Anwohner bereits merken, dass der Verkehrslärm gesunken sei. Damit sei auch die Feinstaubbelastung „nicht mehr ganz so hoch“. Außerdem sei das Überqueren der Straße zwar immer noch schwierig, „aber immerhin nicht mehr lebensgefährlich“.

Auch das Gräfelfinger Rathaus durfte sich über Anerkennung freuen. „Die Gemeinde Gräfelfing hat schon kurz nach unserem Runden Tisch mehrere Smileys entlang der beiden Staatsstraßen aufgebaut und in Betrieb genommen“; dafür danke man im Namen der BIG, schreiben die Sallers. „Die Mitglieder unserer Initiative und auch viele Anwohner können berichten, dass die Autos schon kurz nach dem Aufstellen der Smileys deutlich langsamer gefahren sind.“ Mit dem Tempolimit sei „dieser Effekt natürlich erst recht zu spüren“.

Zugleich lässt die BIG keinen Zweifel daran, dass es sich in ihren Augen um einen Teilerfolg handelt und weitere Bemühungen folgen müssen. „Selbstverständlich wird die BIG weiterhin auf eine Umsetzung des Lärmaktionsplans drängen. Dieser sieht als Sofortmaßnahme eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h mindestens nachts vor“, heißt es in einer Pressemitteilung der BIG. Auch Geschwindigkeitskontrollen sollten nach einer Gewöhnungsphase durchgeführt werden, außerdem weitere kurzfristige Maßnahmen wie eine Optimierung der Ampelschaltung beim Autobahnzubringer.

Langfristig hält die Bürgerinitiative an einer Umgehungsstraße fest. „Eine sinnvolle Würmtal-Umfahrung bleibt auf jeden Fall das große Ziel der Initiative“, so die Pressemitteilung.

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