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Erster inoffizieller Arbeitstag: Am Montag nutzt Danuta Büchmann die Gelegenheit, sich mit ihrer Wirkungsstätte vertraut zu machen, und kümmert sich um die Feriengruppe. 

Kindergarten St. Johannes: Die neue Leiterin ist altbekannt

Rückkehr nach acht Jahren

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Über eine neue Leiterin freuen sich diese Woche die Kinder des Katholischen Kindergarten St. Johannes in Lochham. Doch die Neue ist eigentlich eine Alte.

Lochham– Danuta Büchmann (40) arbeitete bereits von 1996 bis 2009 in Lochham und kehrt nun nach St. Johannes zurück. „Ich habe in den letzten Jahren immer Kontakt zu meinen ehemaligen Kollegen gehalten und so von dem Abschied von Vera Schwarzbach erfahren“, sagt Büchmann. Sie beschloss, sich zu bewerben. Am Freitag übernimmt sie offiziell die Leitung.

Zweierlei hat sich Büchmann, die zuletzt in einem Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt in Germering arbeitete, vorgenommen. „Ich möchte natürlich nicht alles umschmeißen, der Kindergarten wurde von Vera Schwarzbach sehr gut geleitet, und ich muss mich natürlich erst mal wieder einarbeiten“, so Büchmann. „Doch ich möchte mich verstärkt um die Kinder-Partizipation und das Beschwerde-Management kümmern.“ Bereits jetzt gibt es in der Einrichtung ein „Kinder-Parlament“, in dem acht Kinder zusammensitzen und „zum Beispiel bei Festen mitentscheiden, welches Motto es haben soll“, erzählt Büchmann. Diese Form der Kinder-Mitbestimmung auch im normalen Alltag will die neue Leiterin beibehalten und weiter ausbauen. „Denn es soll nicht alles über die Köpfe der Kinder hinweg entschieden werden.“ Am Herzen liegt ihr auch der Kummer der Kinder. „Wenn sich die Kinder über etwas beschweren, sollen sie ernst genommen werden und die Beschwerde soll zum Beispiel schriftlich protokolliert werden, damit sie sehen, wie so etwas in der Erwachsenenwelt gehandhabt wird.“ Das gleiche gilt für Kritik von Mitarbeitern und Eltern. Die 40-Jährige liebt die Arbeit mit Kindern, hat aber keine eigenen. 

Büchmann, gebürtige Schlesierin, kam im Alter von elf Jahren zusammen mit ihren Eltern nach Deutschland. Seit etwa fünf Jahren wohnt sie in Germering. Die gelernte Erzieherin schloss im vergangenen Jahr zusätzlich zu ihrer ursprünglichen Ausbildung die Zusatzqualifikation „Fachwirtin Erziehungswesen“ an der Kolping-Akademie ab. „In 260 Stunden habe ich dort etwa Personalführung und betriebswirtschaftliches Management gelernt“, erzählt sie. Nun freut sie sich auf ihre neue Aufgabe, „obwohl ich natürlich schon etwas nervös vor der Herausforderung bin“.

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