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Tatort-Legende Horst Tappert (Derrick) lebte in Gräfelfing.

Hätten Sie‘s gewusst?

Diese Promis verbindet man mit Gräfelfing

Gräfelfing hat nicht nur in kommunalpolitischer Hinsicht einiges zu bieten. In der Würmtalgemeinde leben und lebten bedeutende Menschen, die Berühmtheit in ganz Deutschland und weit darüber hinaus erlangten.

Gräfelfing - Die Gemeinde Gräfelfing hat dieser Tage allen Grund zum Feiern. Vor exakt 50 Jahren fand die Fertigstellung des neuen Rathauses an der Ruffiniallee 2 (gleich an der S-Bahnstation) statt. Eine willkommene Gelegenheit, die Zeit vorher und die vergangenen 50 Jahre Revue passieren zu lassen. Birgit Doll von der Gemeindeverwaltung hat weder Zeit noch Mühen gescheut, eine Ausstellung zusammen zu stellen, die den Besuchern umfangreiche Einblicke in die Aktivitäten in und um das Gräfelfinger Rathaus gewährt.

Gräfelfing hat nicht nur in kommunalpolitischer Hinsicht einiges zu bieten. In der Würmtalgemeinde leben und lebten bedeutende Menschen, die Berühmtheit in ganz Deutschland und weit darüber hinaus erlangten. 

Schlagersänger Bata Illic singt immer wieder für den guten Zweck (wie auf unserem Foto 2015 für Asylbewerber).

Wer kennt ihn nicht, Schlagersänger Bata Illic, der mit seinen Schmusesongs („Michaela“) immer noch große und kleine Fans begeistert. Die Welt brach für seine Frau Hella und viele Fans zusammen, als Pierre Brice („Winnetou“) im Juni 2015 in die ewigen Jagdgründe einging. Heute liegt der beliebte Schauspieler und legendäre „Häuptling der Apachen“ auf dem neuen Gräfelfinger Friedhof. Schauspieler Horst Tappert, besser bekannt als Oberinspektor Derrick von der Münchner Mordkommission, wohnte lange Jahre in Gräfelfing, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand. Hans Caninenberg, Schauspieler und Autor, lebte viele Jahre in Gräfelfing. 

Komponist und Musikpädagoge Carl Orff war Gräfelfinger.

Hier wurde er auch beerdigt. Gräfelfing, die Gemeinde mit dem Gartenstadtcharakter und den Villensiedlungen, zog noch weitere Prominente an – vor allem im vergangenen Jahrhundert. Als da wären: Die Komponisten Carl Orff und Werner Egk, der Schriftsteller Alois Johannes Lippl. Selbst Bürgermeister Karl Scharnagl hatte an der Würm sein Sommerquartier. Bürgermeister Otto von Stengel hat sich wohl bleibende Verdienste erworben, als er 1938 die Eingemeindung Gräfelfings in die Stadt München verhindern konnte.

Schauspieler Pierre Brice („Winnetou“).

Sängerin und Schauspielerin Heidi Brühl wurde 1942 in Gräfelfing geboren. Leider erlag sie bereits mit 49 Jahren einem Krebsleiden. Sie wurde auf dem Münchner Waldfriedhof beerdigt. Ihr Grab ist noch heute eine Kultstätte für viele ihrer jüngeren und älteren Fans. Nicht zu vergessen die „Weiße Rose“. Mit zum engsten Zirkel dieser wohl bekanntesten Widerstandsbewegung gegen das Nazi-Regime gehörte neben Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst auch Professor Kurt Huber. Er lebte von 1938 bis 1943 in der Würmtalgemeinde. Zwei Jahre vor Kriegsende wurde ihm vor dem Volksgerichtshof der Prozess gemacht. Der 50-Jährige wurde zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Heute erinnern eine Straße und das örtliche Gymnasium an den großen Gräfelfinger Musikprofessor und Widerstandskämpfer.

jd

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