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Geplante Sporthalle in Gräfelfing

Edelstahl-Schwimmbecken für 425 000 Euro

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Das neue Gräfelfinger Schwimmbad wird eines der größten Edelstahl-Becken der Region bekommen. Auch wenn das über 400 000 Euro kostet und teurer wird als ein herkömmlich gefliestes Becken, überwogen für den Bauausschuss die Vorteile.

Gräfelfing– Über 30 Millionen Euro dürfte die Dreifachturnhalle mit Schwimmbad am Ende kosten, die die Gemeinde Gräfelfing derzeit am Lochhamer Schulcampus planen lässt. Fast eine halbe Million davon geht allein auf das Schwimmbecken, bei dem die Gemeinderäte sich jetzt für die etwas teurere Variante in Edelstahl entschlossen. Und das aus gutem Grund.

Architekt Johannes Krüger erläuterte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses die Vorteile der Edelstahlvarian-te. So ein Becken sei einfacher im Aufbau als ein gefliestes, weil weniger Gewerke zusammenarbeiten müssten und somit auch die Fehleranfälligkeit geringer sei. Überdies sei es praktisch wartungsfrei, leichter zu reinigen und insgesamt hygienischer, weil es keine Fugen gebe. Nachteil: Das Edelstahlbecken würde in den Maßen 25 mal 16,6 mal zwei Meter etwa 425 000 Euro kosten – rund zwölf Prozent mehr als ein gefliestes Becken dieser Größe (374 000 Euro).

Die beratenden Architekten des Bauausschusses bestätigten diese Einschätzung. So sagte Bertold Ziersch, der selbst schon solche Becken geplant hat: „Das Edelstahlbecken ist das deutlich bessere.“ Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Schweißnähte sorgfältig ausgeführt würden.

Nachdem der Bauausschuss sich einstimmig für das Edelstahlbecken ausgesprochen hatte, stand eine weitere grundsätzliche Entscheidung an. Das planende Architekturbüro schlug vor, das Gesamtgebäude nach den Maßgaben einer DGNB-Zertifizierung mit Goldstatus zu errichten. Dabei handelt es sich um ein objektives System, das die Nachhaltigkeit von Gebäuden bewertet.

Die Zertifizierung entlang der Bauschritte würde für das gesamte Gebäude etwa 187 000 Euro kosten. Ein Monitoring während der ersten zwei Jahre nach Fertigstellung käme mit 36 000 Euro hinzu. Auch wenn das Planungsbüro sich diesen doppelten Boden wohl gewünscht hatte, winkten die Gemeinderäte ab. Franz Lang (SPD) fragte nach dem zusätzlichen Wert für die Gemeinde. Schließlich habe man sich längst dafür entschieden, ökologisch nachhaltige Materialien zu verbauen, und werde selbstverständlich „beste Standards bei Planung und Realisierung“ einhalten. Das sahen andere im Gremium ähnlich. Joachim Bender (Grüne) sagte, es sollte „ein Selbstverständnis“ sein, diese Parameter einzuhalten. Und Florian Ernstberger (BVGL) zeigte sich überzeugt: „Das können wir uns sparen.“

Als auch die beratenden Architekten Reinhard Moosmang und Bertold Ziersch bekräftigten, dies sei eine „Grundleistung“, die die Architekten und Bauphysiker erfüllen könnten, lehnte der Ausschuss die Zertifizierung gegen die Stimmen von Peter Köstler (CSU) und Wolfgang Balk (IGG) ab.

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