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Wohnt seit 2016 in Gräfelfing: der 27-jährige Eike Nell.  

Generationswechsel bei den Gräfelfinger Liberalen

Eike Nell Spitzenkandidat der FDP

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Die Gräfelfinger FDP hat einen Generationswechsel eingeleitet. Seit knapp einem Jahr führt der heute 27-jährige Eike Nell den Ortsverband. Er soll nun auch Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl 2020 sein.

Gräfelfing– Eike Nell kam 2013 aus seiner Heimat in Nordrhein-Westfalen zum Studium nach München – und ins Würmtal. Bei Webasto absolvierte er den praktischen Teil seines Dualen Maschinenbaustudiums, das er mit dem Master abschloss; inzwischen arbeitet er bei einem Betrieb für Fahrzeugtechnik in München.

Die Politik ging der junge Mann ähnlich programmatisch an – buchstäblich: „Vor einer Bundestagswahl habe ich mir ein paar Wahlprogramme angesehen und festgestellt, dass ich auch vom Lebensgefühl her eher zur FDP als zur CDU passe“, sagt Eike Nell. In Gräfelfing, das er 2016 zu seiner neuen Heimat erkor, fand er schnell Anschluss an den 27 Mitglieder starken Ortsverband, der ständig Nachwuchs sucht. Dem alten Hasen Jörg Scholler kam der junge Mann gerade recht. Scholler will Nell bei der Gemeinderatsliste den Vortritt lassen. Ob es einen FDP-Bürgermeisterkandidaten geben wird, ist noch nicht entschieden.

Zunächst liegt ohnehin die Europawahl im Fokus. „Wir haben dafür einen Zwölf-Punkte-Plan verabschiedet, der sich auf unserer Homepage findet“, sagt Nell. Man werde auch ein bis zwei Veranstaltungen organisieren und natürlich mit Infoständen auf der Straße Präsenz zeigen. Zudem hat er eine Facebook-Seite für den Ortsverband ins Leben gerufen.

Auch in die Kommunalpolitik hat sich Eike Nell schon bemerkenswert tief eingearbeitet – weit über das Gräfelfinger FDP-Paradoxon hinaus, bei Landtags- und Bundestagswahlen ordentlich zweistellig abzuschneiden und kommunal doch nur einen Gemeinderatsplatz zu ergattern. Das müsse übrigens auch nicht so bleiben, sagt Eike Nell und schmunzelt. Zwei Plätze sehe er als realistisches Ziel an.

Thematisch parliert Eike Nell schon versiert über Verkehr, Wohnen und Haushalt. Und zeigt auch seinem politischen Ziehvater Scholler gegenüber ein gesundes Selbstbewusstsein. Nein, bei der Entlastungsstraße vertrete Scholler nicht „deckungsgleich“ die Mehrheitsmeinung des Ortsverbandes – und auch nicht die des Vorsitzenden. Nell: „Wir sind für eine Entlastungsstraße, so lange sie in ein Gesamtverkehrskonzept eingebettet ist.“

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