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Die KHG-Rose überreichte der ehemalige Schüler Adrian Fritsche an Schulleiter Hendrik Rehn. 

Ein Vorbild für alle Schüler

Die „Rose“ wird im Kurt-Huber-Gymnasium denjenigen verliehen, die sich für die Schulgemeinde in besonderem Maße engagieren. Der Preisträger 2017 war eine echte Überraschung.

Gräfelfing Traditionsgemäß erfolgt die Preisverleihung in jedem Jahr zum Weihnachtskonzert, so auch am Dienstagabend, in der Mehrzweckhalle der Schule, wo zum „Bläserkonzert“ angestimmt wurde (siehe Seite 36). Doch während die Auszeichnung bisher an herausragende Schüler oder Lehrer ging, war der Preisträger dieses Mal für alle eine echte Überraschung: Wegen seines unermüdlichen Einsatzes, seines Wirkens gegen „Schubladen-Denken“ und für die Musik erhielt Schulleiter Hendrik Rehn die Auszeichnung, die er bescheiden, aber mit Stolz, entgegennahm.

Der ehemalige KHG-Schüler Adrian Fritsche hielt die Laudatio. Im letzten Jahr war er selbst mit der „Rose“ ausgezeichnet worden, gemeinsam mit zwei weiteren Schülern, Kilian Munzert und Linus Merkel, die sich zurzeit auf einer Neuseeland-Rundreise befinden. Für Hendrik Rehn fand er viele lobende Worte. Die Gesellschaft brauche Menschen wie ihn, die sich mit aller Anstrengung für humanistische Werte einsetzten. „Er hat uns immer nahe gelegt, das Hirn einzuschalten und den eigenen Kopf zu benutzen“, sagte Fritsche. Zum Wohl der Schule habe Hendrik Rehn die eigenen Interessen stets hintangestellt und sei durch sein außerordentliches Verhalten Vorbild für alle gewesen. Das gelte insbesondere für die Musik. Die Musik sei eine der Leidenschaften des Schulleiters, der sich im Übrigen durch einen sehr eigenwilligen Humor auszeichne. „Nur durch ihn ist in jedem Jahr ein so tolles Musikprogramm möglich“, so Fritsche. Sein Engagement sei jedes Mal weit über das normale Maß hinausgegangen. „Die Musik war das Schönste für mich“, blickt Frische auf seine eigene Schulzeit zurück.

Mit einem guten Abitur in der Tasche bereitet sich der Ex-Pennäler derzeit auf sein Musikstudium in Detmold vor, mit dem Ausbildungsziel „Tonmeister“. Gibt es ein größeres Kompliment an einen Pädagogen, als das, Wegbereiter gewesen zu sein? Eigentlich verdiene er den Preis ja gar nicht, denn schließlich sei es sein Beruf, erklärte Schulleiter Hendrik Rehn verlegen, als er die „Rose“ entgegennahm. Schuldirektor zu sein sei für ihn der zweitbeste Job nach dem, eigene Kinder zu haben.

Alexandra Joepen-Schuster

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