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„Einwohnerzahl verdreifacht“: Links die Heitmeiersiedlung im Bestand, rechts das Neubaugebiet mit 250 Wohnungen in Blocks von bis zu vier Stockwerken.

SPD protestiert gegen Pläne an der Heitmeiersiedlung

Empörung über das „Mammutprojekt“

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Mit Widerspruch gegen die Pläne der Gemeinde Gräfelfing, ein 37 000 m2 großes Neubaugebiet im Osten der Heitmeiersiedlung auszuschreiben, war zu rechnen. Dass sich die SPD nun zuerst meldet und die Wortführerschaft des Protestes übernimmt, kommt ebenfalls nicht ganz überraschend.

Gräfelfing– „Am Nordostrand des Ortes soll die kleine Heitmeiersiedlung, wo heute 400 Menschen leben, auf einen Schlag um mehr als das Dreifache auf 1300 Bewohner wachsen. Für die sollen dort, wo heute noch Ackerland und Naherholungsraum ist, 27 bis zu vier Geschosse hohe Gebäude entstehen“, fasst SPD-Ortsvorsitzender Dieter Horch in einer Pressemitteilung zusammen. Dass das Thema Horch nahe geht, ist durchaus buchstäblich zu verstehen; er wohnt selbst in der Heitmeiersiedlung.

SPD-Gemeinderat Michael Langer lässt sich mit den Worten zitieren: „Das Ausmaß des geplanten Mammutprojektes empört nicht nur die Bewohner der Heitmeiersiedlung, es hat auch viele nicht direkt betroffene Bürger von Gräfelfing und Lochham total überrascht.“ Mit den in der Endausbaustufe 250 geplanten Wohnungen werde sich für die Heitmeiersiedlung alles um den Faktor drei erhöhen: „Die Zahl der Bewohner, der Autoverkehr mit allen Problemen genauso wie die abseitige Lage jenseits der Autobahn dann für noch mehr Bürger“, erklärt Michael Langer.

Statt den „allgemein anerkannten Prinzipien“ für die Ortsplanung in Verdichtungsräumen – Innenentwicklung mit moderater Nachverdichtung – zu folgen, „stürzt man sich massiv in Außenentwicklung, durch Zubetonieren großer Freiräume, die Gräfelfing als Grüngürtel umgeben“, zürnt Dieter Horch. Die Umwidmung dieses Grüngürtels in einen gemeindeübergreifenden Landschaftspark Gräfelfing-Pasing-Hadern „würde einer Gartenstadt besser und ehrlicher zu Gesicht stehen als Flächenversiegelung in Massivbauweise“, so Horch.

Was in der Wortmeldung der Sozialdemokraten auffällig fehlt, ist die soziale Komponente des Projektes. Immerhin sollen hier laut Bürgermeisterin auch die dringend benötigten „bezahlbaren Wohnungen“ für untere Einkommensgruppen entstehen.

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