Zwei Varianten möglich?

Entlastungsstraße: Ausschuss fordert Machbarkeitsstudie

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Nach der Zusage für einen zweiten A96-Anschluss in Gräfelfing soll nun eine Machbarkeitsstudie zwei Varianten einer kommunalen Entlastungsstraße untersuchen.

Gräfelfing – Der Ausschuss für überörtliche Angelegenheiten und Umweltfragen empfiehlt dem Gemeinderat, zwei Varianten einer kommunalen Entlastungsstraße im Osten des Gewerbegebiets Lochhamer Schlag auf Nutzen, Kosten und technische Machbarkeit zu untersuchen.

Zwei Varianten sollen untersucht werden

Variante a folgt der Trasse der im Bürgerentscheid vor vier Jahren abgelehnten Umgehungsstraße St 2063 neu und verbindet die Verteilerfahrbahn an der A 96 mit einem ertüchtigten Neurieder Weg.

Variante b führt von der Autobahn lediglich bis zur Seeholzenstraße, worauf der Verkehr ins Gewerbegebiet mündet. Eine dritte Variante, die von der SPD beantragte Verlängerung des Lochhamer Schlags nordwärts zu einem Autobahn-Halbanschluss, lehnte der Ausschuss mit 4:4 Stimmen ab. Diese Variante hatte auch die Autobahndirektion als nicht akzeptabel verworfen, weil die Anschlüsse zu nahe beieinander gelegen hätten.

Bürgermeisterin Uta Wüst muss sich Vorwürfen erwehren

In der Ausschusssitzung mussten Bürgermeisterin Uta Wüst und ihre Kollegen von der IGG, die vor dem Bürgerentscheid noch vehement gegen eine Umgehungsstraße Front gemacht hatten, sich harte Vorwürfe anhören. Marion Appelmann (CSU): „Wie erklärt sich dieser Wandel innerhalb von drei Jahren? Wir haben keine andere Situation, außer, dass wir jetzt alles selber zahlen müssen.“ Die geplante Staatsstraße hätte dagegen zu großen Teilen der Freistaat finanziert. Sowohl Appelmann als auch ihr Fraktionskollege Thomas Heidenreich sprachen sich gegen eine zweite Ausfahrt aus. Sie befürchteten eine nur kurzfristige Entlastung, „danach steht der Verkehr auf beiden Trassen“, so Heidenreich.

Uta Wüst verteidigte sich mit dem Argument, in der ursprünglichen Fassung mit Schließung der heutigen Ausfahrt und Staatsstraße wäre der gesamte Verkehr Richtung Planegg über die Würmtalstraße nach Gräfelfing geleitet worden.

Hat der viele Verkehr sogar einen Vorteil?

Auch Günter Roll (BVGL) begrüßte die nun vorgelegte Variante, „weil sie den Verkehr splittet“ – Richtung Martinsried/Großhadern und Planegg/Starnberg. Roll: „Wenn wir nichts tun, ersaufen wir im Verkehr.“

Katharina Weber (Grüne) lehnte zusätzlichen Straßenbau indes rundweg ab, mit der sinngemäßen Begründung, wenn die Autofahrer im Stau stünden, würde sie dies am ehesten zum Umsteigen auf den ÖPNV bewegen.

ms

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